Sarkozy hat Präsidentenamt im Visier
Frankreichs Finanzminister bestätigt Rücktrittspläne

Der französische Wirtschafts- und Finanzminister Nicolas Sarkozy will am Tag nach seiner Wahl zum Vorsitzenden der Regierungspartei UMP seinen Ministerposten aufgeben. Er werde im Fall seiner Wahl Präsident Jacques Chirac „am Morgen des 29. November“ seinen Rücktritt einreichen, sagte der Minister der konservativen Tageszeitung „Le Figaro“ (Montagsausgabe).

HB PARIS. Der nach Umfragen mit Abstand populärste französische Politiker will als Nachfolger des Chirac-Getreuen Alain Juppé an die Spitze der UMP wechseln. Der ehrgeizige Sarkozy betrachtet dieses Amt als Sprungbrett für den Griff nach dem Präsidentenamt 2007. Der Chirac-Favorit Juppé hat nach einer Verurteilung wegen Korruption vor Kurzem dieses Amt aufgegeben.

„Es ist der Präsident, der mich ins Amt berufen hat. Er will, dass ich mein Ministerium räume, wenn ich zum Vorsitzenden der UMP gewählt werde“, sagte er. Die nächste Präsidentenwahl in Frankreich findet im Jahr 2007 statt. Chirac hat sich zwar noch nicht festgelegt, ob er für eine dritte Amtszeit kandidieren wird, ist jedoch besorgt, sein Rivale Sarkozy könne zu viel Macht anhäufen. Daher stellte er ihn vor die Wahl, entweder Vorsitzender der UMP zu werden oder Finanzminister zu bleiben.

Sarkozys Wahl auf dem Parteitag am 28. November gilt als so gut wie sicher. Die etwa 120 000 UMP-Mitglieder sind ab diesem Montag eine Woche lang dazu aufgerufen, auf elektronischem Wege ihre Stimmen abzugeben. Das Ergebnis soll am 28. November verkündet werden.

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