Sarkozy mit Carla Bruni auf Milliardärskosten in Ägypten
Neue Kritik am „Bling-Bling-Präsidenten“

Offenes Hemd, schwarze Sonnenbrille und glitzernde Rolex: Betont lässig posiert Nicolas Sarkozy in Ägypten mit seiner neuen Eroberung Carla Bruni vor den Fotografen.

HB PARIS. In Anspielung auf die Rapper, die mit ihren glitzernden schweren Goldketten und schönen Geliebten ihren Reichtum zur Schau stellen, nennt ihn die Zeitung „Libération“ den „Bling-Bling-Präsidenten“. Bis zum Sommer hatte Sarkozy noch öffentlich seiner Frau Cécilia ewige Liebe geschworen. Doch seit das Ex-Model ihn sitzen ließ, umgibt Sarkozy sich wie ein Latin Lover mit schönen Frauen. Im fernen Frankreich kommt indes selbst in den Reihen von Sarkozys Partei Kritik am Stil des Präsidenten auf.

Im Sommer ließ Sarkozy sich im Urlaub mit nacktem Oberkörper neben der leicht bekleideten Justizministerin Rachida Dati fotografieren. Dann erstritt die fotogene TV-Journalistin Laurence Ferrari nach Berichten über eine angebliche Liaison mit Sarkozy eine Entschädigung. Die Gerüchte über Sarkozys Affären nahmen kein Ende - bis Carla kam, und die Klatschzeitschriften in Sonderseiten über jedes Detail berichteten.

Sarkozy ist seit zwei Monaten geschieden. Vor mehr als einer Woche hatte sich der französische Präsident im Disneyland Paris erstmals mit seiner neuen Freundin der Klatschpresse präsentiert. Offiziell bestätigt wurde die Liaison mit der nach unterschiedlichen Angaben 39 oder 40 Jahre alten Italienerin allerdings bislang nicht.

In einer Umfrage erklärten zu Weihnachten 89 Prozent der Franzosen, Sarkozys Idylle mit der Sängerin Bruni sei sein Privatvergnügen. Allerdings mehren sich bis tief in die Reihen von Sarkozys konservativer Partei UMP hinein die Irritationen über dessen Stil, der den Starregisseur Claude Chabrol „an Reality-Shows im Fernsehen erinnert“. Sarkozy mache die Politik zum Fernsehereignis, kritisiert François Goulard, der als Forschungsminister lange neben Sarkozy im Kabinett gesessen hat. „Alle Präsidenten (zuvor) waren kultiviert, selbst Chirac.“

Die Opposition kritisiert zudem, dass Sarkozy sich sein eigenes Präsidentengehalt fast verdreifachte und dann schamlos auf Kosten von Milliardären Urlaub mache. Nach Luxor flogen Sarkozy, Bruni und Begleitung in einer Falcon 900 des französischen Multi-Unternehmers Vincent Bolloré. Schon nach seinem Wahlsieg war Sarkozy mit Bollorés Privatjet nach Malta geflogen, um auf Bollorés Privatjacht ein paar Tage auszuspannen - damals noch mit Cécilia. In Scharm el Scheich residiert Sarkozy in der Privatvilla des Scheichs von Abu Dhabi. Auch zu seinem Sommerurlaub in Wolfeboro (USA) hatte Sarkozy sich einladen lassen: von Agnès Cromback, der Präsidentin des Juweliers Tiffany- France, und Mathilde Agostinelli, der PR-Chefin von Prada France.

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