Satiremagazin „Charlie Hebdo“: Mohammed-Zeichnungen sorgen für Ärger

Satiremagazin „Charlie Hebdo“
Mohammed-Zeichnungen sorgen für Ärger

Mit seinen Mohammed-Karikaturen löste das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ im September 2012 weltweite Proteste unter Muslimen aus. Danach sind neue Zeichnungen erschienen, die Frankreich in Bedrängnis brachten.

ParisDer Skandal war vorprogrammiert. Das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ hat im Januar 2013 ein Sonderheft mit einem Mohammed-Comic unter dem Titel „Das Leben des Mohammed“ herausgebracht. Frankreich drohte anschließend neuer Ärger über Mohammed-Bilder.

Mohammed Moussaoui, Präsident des französischen Rates der Muslimen (CFCM), reagierte heftig, von Charlie Hebdo sei das ein „besessenes und pathologisches Verhalten“. Es sei feige und opportunistisch. 

Muslime sollten es mit Missachtung strafen. Aus dem Iran wurden schon im Vorfeld Proteste dagegen laut : „Wir verurteilen jegliche religiöse Beleidigung, insbesondere die des islamischen Propheten, und fordern juristische Schritte gegen die Karikaturisten“, sagte Außenamtssprecher Ramin Mehmanparast. Ibrahim Kalin, ein enger Berater des türkischen Premierministers, bezeichnete den Comic als „Provokation“ und riet Muslimen dazu, ihn zu ignorieren.

Im September 2012 gab es nach Karikaturen in einer Ausgabe des Heftes Proteste von Muslimen in aller Welt und eine große Diskussion erbrannte, wie weit die Meinungsfreiheit reichen sollte. Strenggläubige Muslime empfanden es als Provokation, dass der Prophet Mohammed als Person gezeigt wurde, weil sie das für anstößig halten.

Die Polemik hielt Charlie Hebdo nicht davon ab, weiter Mohammed zu thematisieren. Im neuen Comicheft wird mit gelben Männchen Mohammeds Leben erzählt. Es geht um seine Eltern, seinen Geburtsort Mekka, Mohammed als Baby, Kind und Heranwachsender sowie heilige Kriege. Am Ende steht die Begegnung mit dem Erzengel Gabriel. Dabei soll es sich um die erste Ausgabe handeln, Fortsetzungen sind möglich.

Sehr schnell äußerte sich die französische Regierung zu dem Heft, wohl auch, um eine Polemik gering zu halten. Regierungssprecherin Najat Vallaud-Belkacem verwies auf die Meinungsfreiheit im Land, schränkte aber ein : „Es ist nicht notwendig, Öl ins Feuer zu gießen.“ Ein Gleichgewicht zwischen Meinungsfreiheit und dem Respekt für öffentliche Ordnung sei notwendig.

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