Saudi-Arabien
136 Al-Kaida-Verdächtige verhaftet

Im Kampf gegen mutmaßliche Unterstützer der Extremistenorganisation Al-Kaida haben saudiarabische Sicherheitskräfte 136 Verdächtige festgenommen. Ein Vertreter des Innenministeriums sagte der amtlichen Nachrichtenagentur des Landes zufolge, einer der Festgenommenen habe einen Selbstmordanschlag geplant.

HB RIAD. In einem Bericht des Senders Al Arabija war zunächst von 139 Festnahmen die Rede gewesen. Die Verdächtigen seien innerhalb von zwei Monaten festgenommen worden, sagte der Ministeriumsvertreter. Es seien auch Bürger Saudi-Arabiens darunter.

Ausländer hätten Extremisten als vermeintliche Pilger in andere Länder geschleust. Nach einer entsprechenden Ausbildung seien diese dann nach Saudi-Arabien zurückgekehrt, um dort Anschläge gegen die mit den USA verbündete Regierung zu verüben.

Den Angaben zufolge gehören die mutmaßlichen Extremisten einem Netzwerk an, das unter dem Deckmantel der Religion Entführungen, Attentate und Angriffe auf Banken und Geschäftsleute geplant habe. Bei der Polizeioperation seien zahlreiche Waffen, Dokumente sowie Geld in unterschiedlichen Währungen beschlagnahmt worden.

Anhänger der Al-Kaida kämpfen seit 2003 mit Selbstmordanschlägen für den Sturz der saudischen Königsfamilie, einer Verbündeten der USA. Seit einem ersten Anschlag in Riad im Mai 2003 starben offiziellen Angaben zufolge bei Attentaten 136 Extremisten sowie 150 Saudis und Ausländer.

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