Schärferer Sparkurs
Italien verschiebt Mehrwertsteuererhöhung

Italien spart bei seinem Gesundheitswesen und will jede zehnte Stellen im öffentlichen Dienst streichen. Das Geld soll für die Erdbebengebiete und für den Aufschub der Mehrwertsteuererhöhung verwendet werden.
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RomItaliens Kabinett hat am Freitag die Verschärfung des Sparkurses des Landes beschlossen. Noch in diesem Jahr sollen 4,5 Milliarden Euro eingespart werden. Im nächsten Jahr soll die Summe auf 10,5 Milliarden Euro und 2014 auf elf Milliarden Euro steigen.

Dadurch kann die geplante Mehrwertsteuererhöhung um zwei Prozentpunkte auf Juli kommenden Jahres hinausgezögert werden. Zudem werden Mittel für die Erdbebengebiete frei.

Unter anderem sollen Ausgaben im Gesundheitswesen gekürzt werden und im öffentlichen Dienst jede zehnte Stelle gestrichen werden. Diese Pläne hatten bereits Gewerkschaftsvertreter veranlasst, Proteste anzukündigen. "Die Einsparungen werden in keinster Weise die Qualität des Dienstes für die Bürger einschränken", sagte Ministerpräsident Mario Monti nach der siebenstündigen Sitzung seines Kabinetts vor Journalisten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Eine Frage zum verwendeten Bild. Was hat eine widerliche amerikanische Retortenpizza mit Italien zu tun?

  • Sobald die Kredite von der ESM Bank durch gewunken werden braucht man ja auch nicht mehr sparen! Jetzt kann man aufgrund der Gelddruckerei wieder richtig Gas geben. Die Schulden werden noch einmal richtig aufgetürmt bevor der Euro in die Hyperinflation übergeht. Die Sparzinsen wurden gestern gesenkt, somit sinken auch die Kreditzinsen. Die korrupten Banken können wieder ins Volle greifen.

  • Nur das die faulen die Reichen sind. Man könnte dort heute die Einkommenssteuern für hohe Einkommen drastische erhöhen - bringt Milliarden!

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