Schäuble über Griechenland-Hilfen
„Bin sicher, dass der IWF sich beteiligt“

Ob sich der IWF finanziell an dem geplanten dritten Hilfspaket für Griechenland beteiligen wird, will der Fonds im Oktober entscheiden. IWF-Chefin Lagarde nennt Bedingungen. Finanzminister Schäuble ist zuversichtlich.
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BerlinBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble rechnet fest mit einer späteren Beteiligung des Internationalen Währungsfonds an dem geplanten dritten Hilfspaket für Griechenland. „Ich bin ganz sicher, dass wir zu einer gemeinsamen Bewertung kommen werden, und ich bin auch ganz sicher, dass der IWF sich an diesem Programm beteiligen wird“, sagte der CDU-Politiker am Montag in der vorab aufgezeichneten ZDF-Sendung „Was nun, Herr Schäuble?“ Er werde im Bundestag um Zustimmung zu dem Hilfsprogramm von bis zu 86 Milliarden Euro werben: „Ich glaube, es ist unter der Abwägung aller Gesichtspunkte die richtige Entscheidung“, sagte er. Der Bundestag entscheidet am Mittwoch über das Hilfspaket.

Ob sich der IWF finanziell an dem Paket beteiligen wird, will der Fonds im Oktober entscheiden. Als eine Voraussetzung dafür hatte IWF-Chefin Christine Lagarde genannt, dass die Euro-Zone den Griechen Schuldenerleichterungen gewährt. Mit den neuen Darlehen wächst der Schuldenberg des Landes im kommenden Jahr voraussichtlich auf über 200 Prozent seiner Wirtschaftskraft. Aus Sicht des IWF werden die Schulden damit untragbar. Schäuble zufolge werde darüber im Oktober mit dem IWF zu reden sein.

Der griechischen Regierung bescheinigte Schäuble in den letzten Wochen und Monaten einen „bemerkenswerten Wandel“. Deutschland wolle Griechenland auf seinem Weg unterstützen. Wenn Griechenland das Hilfs- und Reformprogramm umsetze, sei dieses so konzipiert, dass sich das Land in drei Jahren wieder alleine am Kapitalmarkt refinanzieren könne. „Was wir jetzt machen, ist seriös gerechnet“, sagte Schäuble.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Schäuble über Griechenland-Hilfen: „Bin sicher, dass der IWF sich beteiligt“"

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  • also wenn sich der Schäuble schon sooooo sicher ist, ja dann kommt garantiert so wie immer, das Gegenteil, gell? der IWF und die USA wollen den Schuldenschnitt, und den bekommt GR wenn sie die 100 MRD erhalten haben. lol.

  • Mir scheint, die ablehnende Haltung des IWF zur Beteiligung an einem dritten Hilfsprogramm für Athen zeugt davon, dass Lagarde mehr Sinn für Realitäten entwickelt hat, als die gesamte Regierungsmannschaft Berlins samt diesem überzahlten Abnickerverein, genannt Bundestag.

  • So, so, Herr Schäuble ist sich sicher.

    So haben vor 2008 auch die Vermögensberater von Banken und Sparkassen geredet, wenn sie arglosen Kunden Lehmann-Papiere verkauft haben.

    Tatsache ist, daß der IWF bis zur Abstimmung im Bundestag am Mittwoch keine Zusage geben wird. Tatsache ist, daß sowohl Herr Schäuble als auch Frau Merkel bisher für eine Zustimmung zu weiteren Griechenlandgeldern die Beteiligung des IWF zur Bedingung gemacht haben. Jetzt ersetzen sie diese verbindliche Bedingung durch das subjektive Gefühl der Zuversicht.

    Sie sollten die Sparer, die seinerzeit Lehmann-Papiere gekauft haben, fragen, welche Erfahrungen sie mit der Beteuerung subjektiver Zuversichtsgefühle gemacht haben.

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