Schäuble und Schelling
Disharmonie in der Wiener Hofburg bei der Grexit-Frage

Beim Österreich-Besuch von Finanzminister Schäuble ist deutlich geworden: Er und sein Amtskollege Schelling bewerten die Grexit-Frage unterschiedlich. Schelling hält einen Austritt der Hellenen aus dem Euro für möglich.
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WienWenn es um die elegante Inszenierung von Politik geht, ist die österreichische Regierung nie verlegen. Die Wiener Hofburg mit rotem Teppich und goldenen Stuckaturen war der imperiale Rahmen für den Auftritt von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zusammen mit seinem österreichischen Amtskollegen Hans Jörg Schelling (ÖVP).

Beide Finanzpolitiker aus dem konservativen Lager wollten in schwierigen Zeiten politische Einigkeit demonstrieren. Die Spannung der über 1000 Gäste in Wien, darunter Österreichs Notenbankchef Ewald Nowotny und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP), war daher groß. Ganze 40 Minuten ließen die beiden Finanzminister ihr Publikum in der Wiener Hofburg warten.

Doch statt Harmonie gab es disharmonische Töne zu der Bewältigung der Griechenland-Krise. Während Schäuble bei seiner Kurzvisite versuchte, Optimismus in Sachen Hellas zu verbreiten, malte sein politisch wenig erfahrener Wiener Amtskollege ein Schreckensszenario für viele Befürworter der europäischen Währungsunion an die Wand.

Denn der politische Quereinsteiger Schelling, ehemals Chef der Möbelkette XXXLutz, hält einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone für möglich. „Diese Gefahr besteht“, sagte der österreichische Finanzminister. „Es ist nicht mehr berechenbar, ob der Unfall passiert.“

Er warf der linkspopulistischen Regierung unter Premier Alexis Tsipras „politische Unerfahrenheit“ vor. Aus diesem Grund gebe es das „Risiko eines Unfalls“. Gönnerhaft sagte der finanziell unabhängige Politiker zu den mühsamen Verhandlungen zwischen Brüssel und der Athener Regierung angesichts der akuten Finanznot in Griechenland: „Wir wollen helfen, aber man muss sich auch helfen lassen.“ Schelling kritisierte, dass es seit Monaten von der griechischen Regierung keine verlässlichen Zahlen gebe.

Schäuble hingegen gab sich sichtbar Mühe, nicht weiteres Öl in den lodernden Konflikt zwischen EU und Griechenland zu gießen. „Griechenland ist kein hoffnungsloser Fall“, stellte der seit 2009 amtierende Finanzminister in Wien fest. „Wirtschaftlich und politisch wäre es töricht, nicht die europäische Integration fortzusetzen.“

Allerdings hatte der deutsche Finanzminister zuvor in einem Interview mit dem ORF eingeräumt, einen ungeplanten, unfallartigen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone für möglich zu halten. „Da ja die Verantwortung, die Möglichkeit, zu entscheiden was passiert, nur bei Griechenland liegt, und da wir nicht so genau wissen, was die Verantwortlichen in Griechenland tun, können wir es nicht ausschließen“, sagte Schäuble.

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  • Österreich hat recht! Hätte heute fast ins Auto gekozt als ich im Radio hörte Schäuble sieht Griechenland auf einen guten Weg.

  • Amateur aus D gegen Profi aus A
    Bis heute habe ich Schäuble für einen schlauen Lügner gehalten. Nach diesem Bericht ist für mich klar: Der arme Mann ist weder Lügner noch schlau; er ist einfach krank und lebt in einer Traumwelt.
    Der Vollprofi Schelling weiß hingegen, von was er redet und sieht die Realitäten: Griechenland ist pleite.-Punkt!
    Leider tauschen beide Herren letztlich nur ihre Meinungen aus. Die Realität kommt aus USA, wo die strategische Entscheidung fällt: GR bleibt in der Eurozone (und D hat zu zahlen) und damit in der NATO (Südfront gegen Russland). Der ganze PolitZirkus in Europa ist nur für das verblödete Wahlvolk notwendig.

  • Schäuble vs. Schelling
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    Hier treffen zwei Gegensätze aufeinander.
    Pinocchio Schäuble sieht Griechenland "auf einem guten Weg".
    Sein österreichischer Kollege sieht das Anders!

    GREXIT JETZT!
    Griechenland ist schon seit 30 Jahren pleite!

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