Schäuble zum Schuldenstreit: „Die griechische Regierung beschimpft ihre Helfer“

Schäuble zum Schuldenstreit
„Die griechische Regierung beschimpft ihre Helfer“

Heute kommen erneut die EU-Finanzminister zusammen. Sie haben nur ein Thema: Den Schuldenstreit mit Griechenland. Eine Einigung halten EU-Vertreter für unwahrscheinlich, Finanzminister Schäuble baut vorab Druck auf.
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BrüsselBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat Zweifel, dass sich die Euro-Länder im Schuldenstreit mit Griechenland bei ihren Gesprächen am Montag einigen werden. „Nachdem, was ich gehört habe ... bin ich sehr skeptisch“, sagte Schäuble am Montag im „Deutschlandfunk“ mit Blick auf das Treffen der Finanzminister der Währungsgemeinschaft. Die Euro-Finanzminister treffen sich am Montagnachmittag um 15 Uhr in Brüssel.

Schäuble warf der neuen griechischen Regierung vor, derzeit „ziemlich unverantwortlich“ zu handeln und seine Partner zu beschimpfen. Schäuble unterstrich, er wolle kein Ausscheiden des Landes aus dem Euro-Raum. „Wir wollen das nicht“, sagte er. Aber das Land müsse ein Mindestmaß dafür tun, um insbesondere auch seinen eigenen Ansprüchen zu genügen.

Es geht laut Schäuble bei dem Treffen mit seinem griechischen Kollegen Yanis Varoufakis nicht „um einen Kompromiss des Kompromisses willen“. Vielmehr müsse ein Weg gefunden werden, der Griechenland dazu befähigt, irgendwann einmal ohne Hilfe von außen auszukommen. Die Regierung in Athen müsse einen Kurs verfolgen, der die Wirtschaft des hoch verschuldeten Landes wieder wettbewerbsfähig mache. „Das war auch auf gutem Weg, bis jetzt die neue Regierung gesagt hat, das alles wolle sie nicht machen. Stattdessen beschimpft sie diejenigen, die Griechenland in den letzten Jahren geholfen haben“, kritisierte er. Die Regierung müsse aufzeigen, wie das Land wieder das erwirtschaften kann, was es brauche.

Über griechische Forderungen etwa für ein europäisches Sozialprogramm auf Kosten aller will Schäuble nicht reden. „Nein, das ist Verschwendung von Zeit“, sagte er. Weiterhin gelte, dass dem Land nur Hilfe zur Selbsthilfe gegeben werden könne. „Auf Dauer kann man nicht davon ausgeben, dass andere einem immer mehr bezahlen.“

Am Montag verhandeln die Euro-Finanzminister mit ihrem Kollegen aus Athen über einen Ausweg aus dem Schuldenstreit. Zum Ende des Monats läuft das geltende Hilfsprogramm der Euro-Partner für das Land aus. Ohne Kompromiss über den weiteren Kurs droht Griechenland die Pleite.

Die Chancen auf eine Einigung werden skeptisch eingeschätzt. EU-Vertretern zufolge telefonierte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Sonntag erneut mit dem neuen griechischen Regierungschef Alexis Tsipras. „Juncker unternimmt einen letzten Versuch in einer extrem schwierigen Situation“ sagte ein EU-Diplomat. Griechenland habe aber weiter eine andere Sicht auf die Dinge. Tsipras hatte am Wochenende dem Magazin „Stern“ gesagt, er sei für eine Lösung, „bei der alle nur gewinnen“.

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  • Noch vor ein paar Monaten hat uns die Presse und Politik erzählt, Griechenland wäre auf einem guten Weg und alles wird gut. Und vor 5 Jahren hat man uns erzählt mit dem Schuldenschnitt wird alles gut. Und jetzt geben wir den Griechen am besten noch mehr Geld, diesmal wird es bestimmt funktionieren.

  • und das tolle ist, egal wie sehr sie Deutschland beschimpfen, am schluss bekommen die Griechen doch wieder Geld von Deutschland und werden euch deutsche auslachen!

  • Die Schulden in Deutschland werden auch in 100 Jahren nicht getilgt sein. Neben den 2,0 Bill. € offener Schulden, gibt es noch die versteckten Schulden i.H.v 60 Mrd. € jährlich. Mit jedem Jahr wird auch diese Zahl größer.

    Was ich ebenfalls unschön finde, ist, dass die 2 Bill. € immer auf eine pro Kopf Verschuldung herunter gerechnet wird. Die meisten Menschen haben nichts von diesen 2 Bill. € Schulden. Denn Reichtum verteilt sich auf nur wenige hier in Deutschland lebende Personen. Die Staatsverschuldung müsste also auf eine pro Kopf Verschuldung herunter gerechnet werden, die sich auch wirklich nur auf diejenigen bezieht, die sich an der Staatsverschuldung bereichern konnten.

    Die Poltiker dürften mit ihren Aufgaben mittlerweile überfordert sein. Das ist einfach alles zu viel geworden. In Unternehmen teilt man die Arbeit auf, da ist man flexibel. In der Politik werden immer dieselben Personen genannt: Politiker.
    ...ist eigentlich total klar, dass das nicht gut gehen kann. Ich meine ja nur.

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