International
Scharon muss mit Korruptions-Anklage rechnen

Eine israelische Staatsanwältin wird dem Generalstaatsanwalt empfehlen, Regierungschef Scharon wegen Bestechlichkeit anzuklagen. Er soll Schmiergelder eines Geschäftsmannes angenommen haben.

HB BERLIN. Der israelische Regierungschef Ariel Scharon muss laut Medienberichten damit rechnen, in einer Korruptions-Affäre angeklagt zu werden. Die israelische Tageszeitung "Haaretz" berichtete unter Berufung auf den Fernsehsender "Channel 2", Staatsanwältin Edna Arbel wolle in den kommenden Tagen Generalstaatsanwalt Menahem Mazuz, der auch Rechtsberater der Regierung ist, Anklage gegen Scharon zu erheben.

In der Affäre geht es um angebliche Schmiergeldzahlungen des angeklagten Geschäftsmannes David Appel an Scharons Sohn Gilad. Appel wollte Gilad Scharon als PR-Berater für ein Immobilienprojekt auf griechischen Inseln gewinnen und bezahlte ihn laut "Haaretz" auch dann noch, als klar geworden war, dass dieses Vorhaben scheitern würde.

Damals, 1998, war Ariel Scharon Außenminister. In dieser Funktion soll er das Immobilienprojekt durch Einflussnahme auf griechische Amtsträger gefördert haben. Mit den Zahlungen sollte Scharon möglicherweise für seine Hilfe belohnt werden.

Die Affäre könnte den Regierungschef bei einer Anklage das Amt kosten. Scharon war bereits Ende Oktober 2003 zehn Stunden lang zu dem Fall vernommen worden. Bisher hatte er sämtliche Vorwürfe zurückgewiesen und einen Rücktritt abgelehnt.

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