Scharon will mit neuer Offensive Palästinensiche Attentäter von Raketenangriffen abgehalten
Scharon für "Tage der Abrechnung"

Der Israelische Ministerpräsident Ariel Scharon hat Regierungskreisen zufolge einer Ausweitung der Offensive im Gaza-Streifen zugestimmt. Der Name der Operation: "Tage der Abrechnung".

HB JERUSALEM. Ziel des Plans sei es, Teile des Palästinenser-Gebietes wieder unter Israelische Kontrolle zu bringen, hieß es. Dazu würden Städte und Flüchtlingslager im nördlichen Gaza-Streifen für einen „verlängerten Zeitraum“ immer wieder Ziel Israelischer Vorstöße werden.

Die Operation „Tage der Abrechnung“ solle palästinensische Attentäter von Raketen-Angriffen auf jüdischen Siedlungen und Städte abhalten. „Wir werden mit diesen Raketen-Truppen aufräumen“, hieß es in Regierungskreisen. „Wir verlassen Gaza nicht im Schatten von Raketen“. Militante Palästinenser haben in der Vergangenheit immer wieder Raketen auf jüdische Siedlungen im Gaza-Streifen und Ziele in Israel abgefeuert.

Bei den schwersten Kämpfen im Gaza-Streifen während des vier Jahre andauernden Palästinenser-Aufstandes waren am Donnerstag 28 Palästinenser und drei Israelis getötet worden. Mehr als 150 Menschen wurden Ärzten zufolge verletzt.

Israelische Truppen waren mit Räumfahrzeugen und Panzern in das palästinensische Flüchtlingslager Dschabalja vorgedrungen. Eine von einem der Panzer abgeschossene Granate tötete nahe einer Schule sieben Palästinenser. Augenzeugen zufolge handelte es sich um Teenager, die mit den Kämpfen nichts zu tun hatten. „Die Explosion war so heftig, dass sie Körperteile in nahe gelegene Häuser schleuderte“, berichte ein Arzt. Nach Angaben eines Israelischen Generals zielte die Armee auf bewaffnete Männer, die zuvor eine Bombe gezündet und mehrere Soldaten verletzt hätten.

Bei weiteren Gefechten in der Küstenregion wurden 21 Palästinenser, darunter Militante und Zivilisten, sowie drei Israelis getötet. Am Mittwoch hatten militante Palästinenser Geschosse auf eine Israelische Stadt abgefeuert und dabei zwei Kinder im Alter von zwei und vier Jahren getötet.

Konservative Israelische Gruppen werfen Scharon vor, sein Plan zur Aufgabe der Israelischen Siedlungen im Gaza-Streifen habe die radikalen Palästinenser zu Gewalttaten ermutigt. Ihrer Meinung nach versuchen diese Gruppen nun den Eindruck zu erwecken, die Israelischen Soldaten und Siedler würden aus der Region gejagt.

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