Scheidender Bischof verstößt gegen Kirchenrecht
Aufregung um Krenns letzte Amtshandlung

Der scheidende St. Pöltner Diözesanbischof Krenn sorgt auch nach seinem Rücktritt für Aufregung. Er berief seinen Generalvikar ab, ohne dies mit dem vatikanischen Visitator abzusprechen.

HB BERLIN. Der noch amtierende St. Pöltner Bischof Kurt Krenn hat laut einem Bericht des ORF-Radios seinen Generalvikar Weihbischof Heinrich Fasching abgesetzt. Damit habe er rechtswidrig gehandelt, hieß es laut ORF, da Krenn im Zuge der Apostolischen Visitation wegen der umstrittenen Vorkommnisse im Priesterseminar nicht mehr zu dieser Amtshandlung berechtigt gewesen sei.

Der vatikanische Visitator, Bischof Klaus Küng, machte den Angaben zufolge die kirchenrechtswidrige Anordnung sofort wieder rückgängig. Da die Visitation noch nicht beendet sei, so Küng, «ist die Entscheidung, Weihbischof Fasching als Generalvikar der Diözese St. Pölten abzusetzen, die nicht mit mir abgesprochen war, nicht rechtskräftig».

Was Krenn zu dem Schritt bewogen hat, ist unklar. Beobachter hatten von einem angespannten Verhältnis zwischen ihm und Fasching gesprochen. Ungeachtet dessen wird aber auch Fasching nicht mehr lange im Amt sein. Wie der ORF berichtet, wir er mit Krenns Abgang - sein Rücktrittsgesuch muss nur noch vom Papst unterschrieben werden – auch sein Amt verlieren.

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