Schily-Äußerung
Iran verlangt offizielle deutsche Entschuldigung

Ein führender iranischer Außenpolitiker hat eine offizielle Entschuldigung der Bundesregierung für kritische Äußerungen von Innenminister Otto Schily (SPD) über den künftigen iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad gefordert.

HB TEHERAN. Der Sprecher des außenpolitischen Ausschusses im iranischen Parlament, Hamid-Resa Hadschbabaei, bezeichnete einen entsprechenden Brief von Bundesaußenminister Joschka Fischer als unzureichend. "Das vertrauliche Schreiben an die iranische Botschaft in Berlin reicht nicht aus, die deutsche Regierung muss sich offiziell für die beleidigenden Äußerungen bei Iran entschuldigen“, sagte Hadschbabaei. Außerdem müsse das iranische Außenministerium den deutschen Botschafter in Teheran einbestellen, verlangte Hadschbabaei, der als enger politischer Vertrauter von Ahmadinedschad gilt.

Schily hatte dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" gesagt: "Wenn wir jetzt hören, dass Iran und der Irak enger kooperieren wollen und in Teheran gleichzeitig ein Fundamentalist an die Macht kommt, bei dem nicht sicher ist, dass er absolute Distanz zum Terrorismus hält, sind das alles sehr Besorgnis erregende Perspektiven." Bisher hat die iranische Führung Berlin deswegen nur zu einem "zivilisierteren Verhalten" aufgefordert.

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