Schily in Ankara
Türkei: Kaplan wird fair behandelt

Im Falle seiner Auslieferung an die Türkei wird der als "Kalif von Köln" bekannte Islamistenführer Metin Kaplan ein faires Verfahren erhalten. Das hat türkische Innenminister Abdulkadir Aksu seinem deutschen Kollegen Otto Schily versichert.

HB ANKARA. „Wir werden keinerlei Misshandlung (Kaplans) zulassen“, sagte Abdulkadir Aksu am Dienstag nach einem Treffen mit Otto Schily in Ankara.

Die Türkei will Kaplan wegen Landesverrats vor Gericht stellen. Er soll 1998 an der Planung eines Anschlags auf das Mausoleum des Gründers der modernen Türkei, Kemal Atatürk, beteiligt gewesen sein. Schily bekräftigte die Bereitschaft Deutschlands zur Auslieferung Kaplans. Allerdings müsse die Türkei weitere Garantien und Erklärungen abgeben, bevor eine Abschiebung vollzogen werden könne, sagte er.

Das Kölner Verwaltungsgericht hatte im vergangenen Monat eine Abschiebung mit der Begründung untersagt, Kaplan drohe in der Türkei ein nicht rechtsstaatliches Verfahren. Die Bundesregierung hat angekündigt, gegen das Kölner Urteil vorzugehen. Der Chef der verbotenen Islamisten-Organisation „Kalifatstaat“ verbüßte in Deutschland wegen öffentlicher Aufforderung zum Töten eine vierjährige Haftstrafe.

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