Schlappe zum Auftakt Clooney-Verlobte lehnt UN-Ermittlung in Gaza ab

Sie hat wichtige UN-Verhandlungen geführt und beriet zeitweise den UN-Botschafter Kofi Annan in Syrien. Doch Ermittlungen im Gaza-Konflikt will die Anwältin und Verlobte George Clooneys, Amal Alamuddin, nicht übernehmen.
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Sie setzt sich für Menschenrechte ein, etwa hier auf dem Treffen „End Sexual Violence in Conflict“ in London. Doch eine Rolle als UN-Ermittlerin lehnt Amal Alamuddin diesmal ab. Quelle: ap

Sie setzt sich für Menschenrechte ein, etwa hier auf dem Treffen „End Sexual Violence in Conflict“ in London. Doch eine Rolle als UN-Ermittlerin lehnt Amal Alamuddin diesmal ab.

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London/ GenfDie prominente Londoner Anwältin Amal Alamuddin hat ihre Berufung als UN-Ermittlerin im Gazastreifen und den palästinensischen Autonomiegebieten abgelehnt. Sie könne die Aufgabe wegen anderer Verpflichtungen nicht annehmen, ließ sie in der Nacht zum Dienstag über den Sprecher ihres Verlobten, des US-Schauspielers George Clooney, mitteilen.

Die Kommission soll Verantwortliche für strafbare Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht und die Menschenrechte im Zuge der militärischen Operationen im Gazastreifen während der zurückliegenden Wochen ermitteln. Alamuddin erklärte zwar, sie sei „entsetzt über die Lage im besetzten Gazastreifen, insbesondere über die zivilen Opfer“. Doch könne sie wegen mehrerer anderer Fälle, an denen sie arbeite, nicht in dem UN-Gremium mitarbeiten.

Derweil wurde der als Leiter der dreiköpfigen Kommission vorgesehene kanadische Professor für internationales Recht, William Schabas, von Israel als voreingenommen kritisiert. Man müsse wohl mit einem „vorgefertigten Bericht“ rechnen, erklärte der Sprecher des israelischen Außenministeriums. Ob Israel dennoch bereit ist, mit den UN zu kooperieren, blieb zunächst offen.

Schabas, der an der Middlesex University in Großbritannien lehrt, erklärte, er sei „nicht anti-israelisch“. Je stärker Israel mit der Kommission zusammenarbeite, desto größer sei die Chance, zu einer fairen Beurteilung seiner militärischen Aktivitäten im Gazastreifen zu gelangen.

Der Präsident des UN-Menschenrechtsrates, Baudelaire Ndong Ella (Gabon), erklärte am Dienstag, man bedauere die Absage Alamuddins. Dennoch sei die Untersuchungskommission nun „funktionsfähig“. Neben Schabas gehört dem Gremium noch der frühere UN-Berichterstatter zu Rassismus und Rassendiskriminierung an, der senegalesische Jurist Doudou Diène. Die Kommission soll den UN spätestens im März 2015 einen Bericht vorlegen.

  • dpa
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