Schließung des umstrittenen Gefangenenlagers abgelehnt
Rumsfeld hält an Guantanamo fest

Trotz wachsenden internationalen Drucks lehnt US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld eine Schließung des US-Gefangenenlagers Guantanamo auf Kuba ab.

HB NEW YORK. Ein solcher Schritt wäre ein Fehler, sagte Rumsfeld am Freitag vor dem Rat für Auswärtige Beziehungen in New York. In Guantanamo würden hunderte Terroristen festgehalten. Das Leben von Amerikanern sei in Gefahr, wenn diese freigelassen würden. „Es gibt keine Folter, es gibt keine Misshandlungen“, sagte Rumsfeld mit Blick auf einen Bericht der Vereinten Nationen (UN) zu dem Lager. Sollte sich jemand irgendetwas zu schulden kommen lassen, werde er bestraft.

Die UN-Menschenrechtsexperten, das Europäische Parlament und UN-Generalsekretär Kofi Annan haben gefordert, das Internierungslager zu schließen. Die Zwangsernährung von Gefangenen und einige Verhörmethoden kämen Folter gleich, hieß es in einem am Donnerstag vorgelegten Bericht der UN-Menschenrechtskommission. Das EU-Parlament votierte dafür, von den USA faire Gerichtsverfahren für die Häftlinge einzufordern.

Das Lager war nach den Anschlägen von 11. September 2001 eingerichtet worden. In Guantanamo Bay werden etwa 500 Menschen ohne Aussicht auf ein Gerichtsverfahren festgehalten, einige von ihnen seit vier Jahren.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%