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Schlussquartal 2011: Portugal rutscht immer tiefer in die Rezession

Der rigide Sparkurs der portugiesischen Regierung würgt die Wirtschaft des Landes weiter ab. Im Schlussquartal schrumpfte das BIP um 1,3 Prozent, verglichen mit dem dritten Jahresviertel.

Ein Mann geht an einem geschlossenen Geschäft in Lissabon vorbei. Quelle: AFP
Ein Mann geht an einem geschlossenen Geschäft in Lissabon vorbei. Quelle: AFP

LissabonPortugal rutscht im Zuge des rigiden Sparkurses der Regierung immer tiefer in die Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im Schlussquartal 2011 um weitere 1,3 Prozent im Vergleich zum dritten Jahresviertel, wie das nationale Statistikamt am Dienstag mitteilte. Experten hatten im Durchschnitt sogar mit einem Minus von 1,5 Prozent gerechnet. Im dritten Quartal lag der BIP-Rückgang noch bei 0,6 Prozent. Zum Vorjahr sank die Wirtschaftsleistung sogar um 2,7 Prozent.

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Das hoch verschuldete Land strich im Gegenzug für 78 Milliarden Euro schwere Finanzhilfen von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds (IWF) die Ausgaben drastisch zusammen und erhöhte die Steuern. Viele Maßnahmen werden sich erst im Laufe des Jahres bei den Verbrauchern bemerkbar machen. Für 2012 rechnet die Regierung daher mit einem Sinken der Wirtschaftsleistung von drei Prozent nach einem Minus von 1,5 Prozent im vorigen Jahr.

Zuletzt waren Spekulationen aufgekommen, wonach das südeuropäische Land nach dem Vorbild Griechenlands sogar einen Schuldenschnitt benötigen könnte. Am Wochenende hatten in Lissabon mehr als 100.000 Portugiesen gegen den Sparkurs der Regierung demonstriert.

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