Schmiergeld-Ranking
Deutsche sauberer als Amerikaner

In der Rangliste der Anti-Bestechungsorganisation Transparency International schneiden deutsche Unternehmen gut ab. Unter 30 Exportnationen lässt Deutschland unter anderem die USA, Frankreich und Japan hinter sich.

HB BERLIN. Deutsche Unternehmen sind einer Umfrage zufolge wenig anfällig für Bestechung. Mit einem Wert von 7,34 Zählern belegt Deutschland den siebten Platz in der weltweiten Bestechungsrangliste "Bribe Payers Index", teilt die Organisation Transparency International (TI) mit.

„Man muss nicht Weltmeister im Schmieren sein, um sich auf immer stärker umkämpften Märkten als Exportweltmeister zu halten“, sagt Prof. Dr. Hansjörg Elshorst, Vorsitzender von Transparency Deutschland. Dabei musste Deutschland mit 9,5 Prozent Anteil am Weltexport viel mehr Aufträge erobern als die wichtigsten Konkurrenten.

Besser als Deutschland schneiden unter anderem die Schweiz, Großbritannien und Schweden ab. Unternehmen der reichsten Länder sind generell in der oberen Hälfte des Index platziert, doch auch sie zahlen häufig Bestechungsgelder, insbesondere in Entwicklungsländern und Schwellenländern. Zum Vergleich: Die USA liegen auf Rang neun, Japan auf elf und Frankreich auf 15.

Auf den hinteren Rängen rangieren Indien, China, Russland und die Türkei. In diesen Staaten ist Firmenbestechung der Umfrage zufolge am stärksten verbreitet. Elshorst forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, bei ihrer am Donnerstag beginnenden Türkei-Reise auch das Thema Auslandskorruption anzusprechen. Für ein Land, das sich um die EU-Mitgliedschaft bewerbe, sei das Ergebnis problematisch.

Der Index untersucht, inwieweit Unternehmen der 30 weltweit führenden Exportländer bereit sind, im Ausland zu bestechen. Grundlage ist die Befragung von mehr als 11 000 Geschäftsleuten in 125 Staaten.

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