Schmiergeldaffäre in Griechenland
Athener Justiz sucht eine deutsche Spur

In der Affäre um Schmiergeld von Rüstungskonzernen ging es griechischen Ermittlern zufolge um einen mehrstelligen Millionenbetrag. Nun sei die griechische Justiz auf der Spurensuche. Eine führt angeblich nach Deutschland.
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AthenIn der griechischen Affäre um Millionen-Schmiergelder von Rüstungskonzernen ist ein geständiger Beamter gegen Kaution freigelassen worden. Antonis Kantas war im Verteidigungsministerium für die Beschaffung zuständig. Er hatte vor Gericht angegeben, insgesamt acht Millionen Euro Schmiergelder kassiert zu haben - 3,2 Millionen allein von deutschen Rüstungsfirmen.

Ein Richtergremium verfügte am Freitagabend in Athen, dass Kantas gegen eine Kaution in Höhe von 200.000 Euro und ein Ausreiseverbot auf freien Fuß gesetzt wird.

Auf Grundlage der Aussagen, die Kantas machte, sowie von Ermittlungen in Griechenland und Deutschland will die Staatsanwaltschaft in Athen dreizehn meist ehemalige Mitarbeiter deutscher Rüstungsfirmen anklagen, wie griechische Medien berichtet hatten.

Ihnen wird Bestechung in Höhe von mindestens 38 Millionen Euro sowie Geldwäsche vorgeworfen. Der Prozess soll voraussichtlich im Dezember beginnen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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