Schneller Kompromiss unrealistisch
Washington dämpft Hoffnung auf ständigen Sitz im Sicherheitsrat

Die US-Regierung beurteilt den Wunsch Deutschlands nach einem ständigen Sitz im Uno-Sicherheitsrat skeptisch. „Das weltweite Engagement der Bundesregierung steht unter finanziellen Zwängen“, sagte ein hochrangiger Mitarbeiter der Bush-Administration dem Handelsblatt (Dienstagausgabe).

WASHINGTON. Dagegen steuere Japan nach den USA den zweithöchsten Anteil zum Budget der Uno bei und liefere auch bei „Peacekeeping“-Truppen sowie bei der Entwicklungshilfe einen „beträchtlichen Beitrag“. Auch das Engagement der Deutschen im Irak lässt nach Einschätzung der US-Administration zu wünschen übrig. „Berlin könnte mehr für den Wiederaufbau am Golf tun“, sagte der hochrangige Regierungsbeamte.

Ein Kompromiss über eine Reform der Vereinten Nationen bis zur Uno-Vollversammlung im September wird in Washington als „unrealistisch“ angesehen. „Die Erweiterung des Sicherheitsrates, die Bestimmungen zum Anti-Terror-Kampf sowie die Aussagen zur Entwicklungshilfe sind zu kompliziert für eine schnelle Lösung“, sagte der Regierungsbeamte.

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