Schnellere Machtübergabe geplant
Neue Irak-Strategie der USA begrüßt

Die USA bekommen international überwiegend ein positives Echo auf ihren Plan zur schnelleren Machtübergabe im Irak. Auch Bundesaußenminister Joschka Fischer hat dies am Montag als einen Schritt in die richtige Richtung begrüßt.

HB BRÜSSEL/BAGDAD/WASHINGTON. UN-Generalsekretär Kofi Annan sagte, er prüfe Möglichkeiten für eine neue politische Rolle der Vereinten Nationen bei einer Machtübergabe an die Iraker. Die Europäische Union begrüßte den Kurswechsel der US-Politik im Irak, drang gleichzeitig aber auch auf rasche Umsetzung des Plans. Bundesaußenminister Joschka Fischer sprach in Washington von einem „wichtigen Schritt nach vorn“. Der französische Präsident Jacques Chirac forderte noch mehr Tempo.

Die US-Regierung betonte derweil, die amerikanischen Streitkräfte würden auch nach der Etablierung einer Übergangsregierung im kommenden Juni im Irak als führende Besatzungsmacht bleiben. „Sie wollen, dass wir bleiben, bis wir unsere Aufgaben erfüllt haben, und ein Teil davon ist es, eine sichere Umgebung für die irakische Bevölkerung zu schaffen“, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Scott McClellan.

Bei zwei Anschlägen nördlich von Bagdad wurden am Montag zwei US- Soldaten getötet. Ein Soldat kam ums Leben und zwei wurden verwundet, als sie in der Stadt Balad mit Panzerfäusten und automatischen Gewehren angegriffen wurden, teilte das US-Militärkommando in Bagdad mit. Ein weiterer US-Soldat starb südlich von Balad, als unter seinem Fahrzeug ein Sprengsatz explodierte.

In der Nacht zum Montag waren US-Truppen in Saddam Husseins Heimatstadt Tikrit und in Bagdad erneut massiv gegen den bewaffneten Widerstand vorgegangen. Sie töteten dabei in Tikrit sechs mutmaßliche „Saddam-Loyalisten“ und nahm 21 von ihnen fest, wie das US-Militär am Montagabend mitteilte.

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