Schock über Folterbilder - US-Rückzug aus irakischem Falludscha
Schock über Folterbilder aus Irak

Der Widerstand gegen die US- Besatzungstruppen droht im Irak trotz des begonnen Rückzugs aus der Aufständischen-Hochburg Falludscha neue Nahrung zu bekommen. Die Misshandlung und Folter von irakischen Häftlingen durch US-Soldaten löste am Freitag weltweit Bestürzung aus.

HB BAGDAD/WASHINGTON. US-Präsident George Bush zeigte sich empört. Die US-Militärführung bemühte sich durch ein hartes Durchgreifen gegen die Täter um Schadensbegrenzung. Sie wechselte den Kommandeur des Gefängnisses in Abu Ghoreib, 40 Kilometer westlich von Bagdad, aus.

Derweil begannen die US-Truppen sich nach mehr als dreiwöchiger Belagerung aus Falludscha zurückziehen. Wie Augenzeugen berichteten, gaben US-Marineinfanteristen ihre Stellungen im Süden der Stadt auf und verließen das Gebiet. US-Militärsprecher General Mark Kimmitt sprach aber ausdrücklich von einer „Neu-Positionierung“ der US- Streitkräfte. Diese behielten sich das Recht auf uneingeschränkte Bewegungsfreiheit in der Stadt und ihrer Umgebung vor.

Kimmitt hatte zuvor nach eigenen Angaben mit Vertretern der irakischen Zeitungen die Art der Berichterstattung über die Vorfälle im Gefängnis von Abu Ghoreib abgestimmt. Die Bilder über die Misshandlungen waren am Freitag wegen des muslimischen Feiertags dort noch nicht nicht veröffentlicht worden. US-Militärs befürchten, dass die Aufnahmen bei den Irakern „das Blut überkochen lassen“ könnten. Als Reaktion sei möglicherweise auch mit neuen Anschlägen auf die US- Truppen zu rechnen, berichtete der US-Nachrichtensender CNN.

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