Schon eine Woche im Koma
Arafat hat Nieren- und Leberversagen

Die Palästinenser-Führung hat am Mittwoch an ihrer offiziellen Darstellung festgehalten, wonach Arafat lebt. Zugleich liefen die Vorbereitungen für sein Begräbnis weiter. Der palästinensische Außenminister gab Details zum Gesundheitszustand Arafats bekannt.

HB DÜSSELDORF/PARIS. Palästinenserpräsident Yassir Arafat liegt nach Angaben seines Außenministers Nabil Schaath im Sterben. Die Niere und die Leber arbeiteten nicht mehr, sagte Schaath am Mittwoch dem Nachrichtensender CNN.

Ein Abschalten der lebenserhaltenden Geräte komme aber nicht in Frage. Es sei „sehr schwer, eine Prognose zu treffen“, sagte Schaath. „Er wird sterben, wenn Gott es entscheidet.“ Arafat liege nun „seit einer Woche im Koma“, sagte Schaath.

Es habe eine Kettenreaktion gegeben: Wegen einer Entzündung seines Verdauungstraktes habe Arafat 26 Tage nicht gegessen. Dies habe den Blutkreislauf geschädigt und zum Verlust roter Blutkörperchen geführt. Deswegen sei es schwierig geworden, ihn intravenös zu ernähren und es sei zu einer Gehirnblutung gekommen.

Die Palästinenserführung hatte sich am Mittwoch bereits mit der Beerdigung Arafats beschäftigt und den Parlamentspräsidenten Rauhi Fattu zum vorläufigen Nachfolger ernannt. In Kairo ist eine Trauerfeier geplant. Es werde damit gerechnet, dass Arafat die nächsten Stunden nicht überlebe, hieß es aus Palästinenserkreisen in Paris.

Nach einem Besuch des todkranken Arafat im Krankenhaus bei Paris bekräftigte der hochrangige moslemische Geistliche Scheich Taisir al-Tamimi: „Ja, er ist krank und sein Zustand ist sehr heikel, aber er ist am Leben.“

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