Schreiben an Generalsekretär
Sudan akzeptiert Einsatz von Uno-Truppen in Darfur

Der Sudan hat einer Stationierung von Kampfhubschraubern und Uno-Soldaten in Darfur zugestimmt. Auf internationalem Druck hin akzeptierte die Regierung in Khartum, dass mehr als 3 000 Soldaten und Polizisten mit Helikoptern die rund 7 000 Mann starke Truppe der Afrikanischen Union in der Krisenregion unterstützen.

HB KHARTUM/NEW YORK. Es sei die aufrichtige Hoffnung seiner Regierung, dass die Umsetzung dieses Hilfspakets umgehend erfolgen werde, sagte der sudanesische UN-Botschafter Abdalmahmud Abdalhalim. Ban beriet am Montag in New York mit AU-Chef Alpha Oumar Konare und dem Uno-Sondergesandten Jan Eliasson.

Der stellvertretende US-Außenminister John Negroponte hatte zuvor den Sudan bei einem Besuch in Khartum nochmals aufgefordert, die Menschenrechte in Darfur zu garantieren. Er warf der sudanesischen Regierung vor, die arabische Reitermiliz Dschandschawid aktiv zu unterstützen. Diese kämpft in Darfur gegen schwarzafrikanische Rebellengruppen. Dem Konflikt sind schon mehr als 200 000 Menschen zum Opfer gefallen, mehr als 2,5 Millionen wurden zu Flüchtlingen.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hatte vor der Bekanntgabe der Einigung die jüngste Entwicklung im Darfur-Konflikt nach einer Unterredung mit UN-Generalsekretär Ban in New York bereits als hoffnungsvolles Zeichen gewertet.

Ein Sprecher des Außenministeriums in Khartum bestätigte am Montag, dass die sudanesische Regierung die Entsendung von Uno-Friedenstruppen akzeptiert habe. Es sei nun Sache der Vereinten Nationen, über den Zeitpunkt der Stationierung zu entscheiden. Die Uno und der Sudan hatten sich im November grundsätzlich über einen Dreistufen-Plan zur Stärkung der unterbesetzten und schlecht ausgerüsteten AU-Mission verständigt. Insgesamt soll die Truppe 20 000 Mann umfassen. Sudan widersetzte sich bislang aber der Stationierung von sechs Kampfhubschraubern.

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