Schüsse in Ankara
Türkischer Polizist erschießt russischen Botschafter

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Putin ordnet Ermittlungen an

Das für Dienstag geplante Treffen der Außen- und Verteidigungsminister Russlands, der Türkei und des Irans soll trotz des Attentats stattfinden. Dies erklärte der ranghohe russische Parlamentsabgeordnete Leonid Slutski am Montagabend in Moskau nach einem Bericht der Agentur Interfax. Bei dem Treffen soll es um den künftigen Kurs im Syrien-Konflikt gehen.

Inzwischen hat Präsident Recep Tayyip Erdogan seinen russischen Kollegen Wladimir Putin über die ersten Ermittlungsergebnisse informiert. Nach Angaben aus türkischen Regierungskreisen telefonierten beide Staatschefs am Montagabend miteinander. Einzelheiten des Gesprächs wurden nicht bekannt. Das türkische Außenministerium betonte in einer Stellungnahme, man werde es nicht zulassen, dass der Anschlag „einen Schatten auf die türkisch-russische Freundschaft“ werfe.

Putin kündigte nach der Ermordung des russischen Türkei-Botschafters Andrej Karlow eine intensive Suche nach den Drahtziehern an. „Wir müssen wissen, wer die Hand des Mörders führte“, sagte er nach Angaben der Agentur Interfax am Montag in Moskau. Als Antwort auf den Mord werde Russland seinen Kampf gegen den Terror verstärken. „Die Banditen werden es zu spüren bekommen.“

Putin ordnete die Bildung einer Ermittlergruppe an, die gemeinsam mit türkischen Behörden die Bluttat untersuchen soll. Der Mord sei eine Provokation, die das zwischenstaatliche Verhältnis stören soll.

Gemeinsam mit Außenminister Sergej Lawrow und den Geheimdienstchefs Sergej Naryschkin und Alexander Bortnikow beriet der Präsident über die weiteren Schritte. Ähnlich wie Putin äußerte sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan fast zeitgleich in einer TV-Ansprache.

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  • Ich bin der Meinung: Frau Merkels persönlicher Krieg mit Russland ist hier mitschuldig. Sie unterstützt immer noch gewissenlos den Islam=Tötet Andersgläubige.

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