Schuh-Importe: EU dringt auf Strafzölle gegen China und Vietnam

Schuh-Importe
EU dringt auf Strafzölle gegen China und Vietnam

Europas Verbraucher müssen sich auf höhere Preise bei Lederschuhen einstellen, wenn EU-Handelskommissar Peter Mandelson Erfolg hat: Er verlangt Strafzölle gegen Importte aus China und Vietnam, weil die dortigen Hersteller unfair durch den Staat subventioniert würden.

HB BRÜSSEL. Wie Mandelsons Sprecher am Montag in Brüssel sagte, liegen Beweise für die Anschuldigungen vor. So bekämen Schuhhersteller in China und Vietnam beispielsweise Nachlässe bei Steuern und Mieten. Wenn sein Vorschlag innerhalb der Kommission und durch die Mitgliedstaaten akzeptiert wird, könnten Strafzölle schon vom 7. April an gelten. Für den 9. März ist die nächste Sitzung des Anti- Dumping-Ausschusses geplant.

Nach Kommissionsangaben untersuchten Mandelsons Mitarbeiter das Schuhsegment von April 2004 bis März 2005. In diesem Zeitraum seien die Einfuhren aus China um 320 Prozent auf 95 Millionen Paar gestiegen. Für Vietnam betrug die Zunahme 200 Prozent auf 120 Millionen Paare. Insgesamt machen diese Importe etwa acht Prozent aller in der EU verkauften Schuhe aus. Sollte es zu den Zöllen kommen, müssten beide Länder bis zum 7. Oktober die unfaire Praxis beenden. Anderenfalls drohen für fünf Jahre Strafzölle.

Die britische Wirtschaftszeitung „Financial Times“ zitierte am Montag eine Modellrechnung des dänischen Handelsministeriums, nach der die Preise für ein normales Paar Lederschuhe um bis zu 25 Prozent steigen könnten. Die Rechnung geht nach den Angaben von einem Strafzoll in Höhe von 40 Prozent aus. Bisher gibt es in der Kommission noch keine Festlegung darauf.

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