Island geriet 2008 tief in den Strudel der Finanzkrise. Die drei großen Banken des Landes hatten mit gigantischen Beträgen spekuliert, die die Wirtschaftsleistung des 320.000 Einwohner zählenden Staats um ein Vielfaches überstiegen. Die Finanzmarktkrise beendete abrupt den Boom auf der Insel. Die Währung verlor in kurzer Zeit die Hälfte ihres Wertes, Banken mussten verstaatlicht und Guthaben eingefroren werden, Inflation und Arbeitslosigkeit schnellten in die Höhe. Ende November 2008 sprang der IWF mit einem Notkredit von 2,1 Milliarden Dollar ein, der erste derartige Kredit für ein westliches Land seit 1976. Weitere 2,5 Milliarden Dollar kamen von den skandinavischen Staaten. Foto: Reuters