Schuldenberg
Puerto Rico droht die Staatspleite

„Die Schulden sind nicht bezahlbar“: Nun hat auch die Karibik ihr Griechenland. Puerto Rico steuert mit einem Schuldenberg von rund 72 Milliarden Dollar auf die Staatspleite zu. Hilfe könnte aus dem Norden kommen.
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New YorkWährend Griechenlands Geldnöte die Finanzmärkte in Atem halten, steuert Puerto Rico auf den Zahlungsausfall zu. „Die Schulden sind nicht bezahlbar“, erklärte Gouverneur Alejandro Garcia Padilla in einem am Sonntag (Ortszeit) veröffentlichten Interview der „New York Times“. Die Karibikinsel hat einen Schuldenberg von rund 72 Milliarden Dollar (65 Mrd Euro) angehäuft - das entspricht fast 70 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung.

Die Rechnungen könnten nicht beglichen werden, sagte Padilla nun. Er forderte Zugeständnisse von den Gläubigern. „Es gibt keine andere Option.“ Das sei keine Frage der Politik, sondern simple Mathematik. Bereits am Mittwoch droht eine kommunale Anleihe auszufallen. Puerto Rico gehört zum US-Territorium, ist aber kein US-Bundesstaat. Die etwa 3,5 Millionen Einwohner sind US-Staatsbürger, haben aber nur eingeschränkte Rechte beispielsweise bei Wahlen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Staaspleite? Ich denke Puerto = USA und USA pleite? Wo ist die Solidarität im Staat USA?

  • Nun hat auch die USA Ihren "Grexit" - allerdings wird man nicht freiwillig auf die strategische Option Porto Rico verzichten.

    Also ist es an dem Sozialisten Obama, zu entscheiden, was ihm und seinen Wählern - was ja keinesfalls mit USA-Interesse gleichzusetzen wäre - diese Marihuana-verräucherte vergnügliche Insel Wert sein soll.

    Weil er ohnehin nicht wider gewählt wird, kann er noch ein paar mehr Billions zum Fenster hinaus werfen. Da sind sich die Sozen einig - von USA bis Berlin.

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