Schuldenkrise
Euro-Gruppe berät am Montag über EFSF-Hebel

Bundeskanzlerin Merkel und Finanzminister Schäuble weisen die Idee weit von sich. Dennoch wollen die Finanzminister der Euro-Gruppe bei ihrem Treffen am Montag auch über einen Hebel für den Rettungsschirm EFSF sprechen.
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BrüsselDie Finanzminister der Euro-Gruppe werden bei ihrem Treffen am Montag nach Angaben von Vertretern der Euro-Zone voraussichtlich keine Entscheidung über eine EFSF-Ausweitung durch einen Hebel treffen. Ein solcher Mechanismus werde jedoch Thema der Gespräche sein, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag.

„Die Minister werden am Montag einer Lösung näherkommen, aber noch kein Ergebnis erzielen“, sagte ein mit den Vorbereitungen des Treffens betrauter Beamter. Es werde jedoch eine Hebel-Methode ausgewählt, die keinen neuen Ratifizierungs-Prozess erfordere.

Zudem dürfe der Hebel nicht dazu führen, dass die Rating-Agenturen den Rettungsschirm EFSF oder eines der Garantie-gebenden herabstuften, hieß es weiter. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler sprach sich im Vorfeld des Treffens gegen die Vervielfachung der EFSF-Kredite über einen derartigen Hebel aus. Auf eine entsprechende Frage wies der FDP-Chef darauf hin, dass der Bundestag gerade die Haftungsobergrenze festgelegt habe und über alle weiteren Maßnahmen entscheiden müsse.

In der Euro-Zone wird derzeit über Modelle debattiert, wie die Kredite des Rettungsschirms EFSF als Basis genutzt werden könnten, um an den Finanzmärkten ein Vielfaches dieser Mittel aufnehmen zu können. Der Bundestag hatte einer Beteiligung Deutschlands an der Aufstockung des EFSF mit großer Mehrheit zugestimmt. Die deutsche Haftungssumme für Hilfen an Krisenländer soll um rund 88 auf 211 Milliarden Euro aufgestockt werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Schuldenkrise: Euro-Gruppe berät am Montag über EFSF-Hebel"

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    fliegender Teppich,
    soll ich dir sagen was ein Kniefall ist,
    sich in die Gaskammer schicken lassen,

    DAS IST EIN KNIEFALL !!!
    .

  • Dieser Schäuble - immer wieder der alte Trickser:
    "Es müsste aber KEINE Volksabstimmung über eine ganz neue Verfassung sein. Wir könnten das Grundgesetz behalten, es aber um mehr Europa ergänzen."

    Aha, das Volk muß natürlich auch da wieder ausgeschaltet werden.


    Bisher habe ich mich als loyaler Bürger eines demokratischen Deutschland gefühlt, dem ich gerne angehörte.

    Ab jetzt fühle ich mich so wie sicher damals die Leute in längst vergangenen Zeiten - ich befinde mich in der Obhut von irgendwelchen (Partei-) Fürsten, denen ich schutzlos ausgeliefert bin und die ihre eigene Interessen verfolgen. Meine Identifikation mit diesem Staat ist Vergangenheit.

  • Leider denke ich genauso, und es macht mir eine Heidenangst, weil ich erkannt habe das niemand was dagegen untenehmen kann. Selbst die Tötung zur Durchsetzung diese Verträge ist gesetzlich geregelt. So gesehen war die DDR ein regelrechter Rechtsstaat und man konnte aus der DDR abhauen (m. Risiko), hier das läuft aber Weltweit ab, wohin also abhauen?

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