Schuldenkrise Euro-Rettungsschirm soll Bank für Pleitestaaten werden

Der Euro-Rettungsschirm ESM soll wie eine Bank Geld von der EZB leihen können, um Pleitestaaten Kredit zu geben. EZB-Chef Trichet ist strikt dagegen: Der Plan würde die Schuldenfinanzierung mit der Notenpresse bedeuten.
37 Kommentare
EZB-Präsident Jean-Claude Trichet. Quelle: Reuters

EZB-Präsident Jean-Claude Trichet.

(Foto: Reuters)

Luxemburg/BrüsselDie Euro-Zone erwägt, dem geplanten Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) wie eine Geschäftsbank Zugang zur Liquidität der Europäischen Zentralbank (EZB) zu gewähren. Entsprechende Überlegungen gebe es sowohl im Bundesfinanzministerium als auch in der EU-Kommission, erfuhr das Handelsblatt von einem hochrangigen EU-Diplomaten.

Euro-Gruppen-Chef Juncker bestritt zwar, dass der Euro-Rettungsschirm eine Banklizenz erhalten soll. Doch das Nein bezog sich nur auf den provisorischen Rettungsschirm EFSF - nicht aber auf seinen Nachfolger ESM. Denn eine Banklizenz ist für den befristeten EFSF zwar rechtlich nicht möglich, wohl aber für den definitiven Europäischen Währungsfonds, den sogenannten Europäischen Stabilitätsmechanismus. Der ESM soll den EFSF spätestens Mitte 2013 ablösen.

Ziel ist es, die finanzielle Schlagkraft des Fonds mit einem sogenannten Hebel zu stärken. Das Verfahren funktioniert so: Der ESM hinterlegt Staatsanleihen als Sicherheit bei der EZB und erhält ein Vielfaches ihres Wertes von der Notenbank als Liquidität. Auf diese Weise könne der ESM den internationalen Investoren an den Märkten auf Augenhöhe begegnen, hieß es am Rand des Treffens der EU-Finanzminister in Luxemburg. Das ESM-Finanzvolumen von insgesamt 500 Milliarden Euro reiche dafür womöglich nicht aus. Das meint auch EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn. Der Rettungsfonds brauche „mehr Feuerkraft“, hat der Finne mehrfach betont.

Der ESM erfüllt anders als der EFSF eine wesentliche Voraussetzung für die Banklizenz: Er verfügt über Eigenkapital. Die Euro-Staaten haben sich verpflichtet, binnen fünf Jahren einen Kapitalstock von 80 Milliarden Euro aufzubauen, dazu trägt Deutschland 22 Milliarden Euro bei. "Eine Banklizenz für den ESM ist damit technisch  möglich", sagte ein hochrangiger Beamter.

"Wir können keine Regierungen ersetzen"
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Schuldenkrise - Euro-Rettungsschirm soll Bank für Pleitestaaten werden

37 Kommentare zu "Schuldenkrise: Euro-Rettungsschirm soll Bank für Pleitestaaten werden"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Bei den so genannten "Rettungspaketen" geht es nicht um die Rettung des Euros oder der PIIGS.

    Es geht immer nur um die Sicherung der Zinszahlungen an die Banken!!!

    Falls die PIIGS die Zinsen nicht mehr zahlen können, werden diese dann vom deutschen Steuerzahler gezahlt!

    Dank "Rettungspakete, Eurobons,..." oder wie auch immer das Kind genannt wird.

    Staaten verschulden sich zu 97% bei Banken!

    In den privaten Konzernmedien die auch den Banken gehören werden sie nur "private Gläubiger" genannt.

    Wer die Grundursache unserer Probleme verstehen will sollte unser Schuldgeldsystem analysieren.

    Wie entsteht Geld???

    Schaffen private Banken Geld aus dem nichts??

    Hat der Staat den privaten Geschäftsbanken das Monopol der Geldschöpfung erteilt?

    Spielt es eine Rolle was die Welt kosten, wenn private Banken Geld aus dem nichts schöpfen können?

    Gehört die Welt ( Medienkonzerne, Energiekonzerne, Lebensmittelkonzerne, Pharmakonzerne, etc. ) den Banken?

    Wessen Interessen vertreten "unsere" Politiker, während sie das Geldsystem niemals hinterfragen???

    Sind Politiker, Konzern- und Medienbosse nur Marionetten der globalen Hochfinanz ( Banken )???


    AUFWACHEN!!!!!!!!!!!!



    Weitere Infos finden Sie unter:

    www.steuerboykott.org

    www.mmnews.de

  • Bei den so genannten "Rettungspaketen" geht es nicht um die Rettung des Euros oder der PIIGS.

    Es geht immer nur um die Sicherung der Zinszahlungen an die Banken!!!

    Falls die PIIGS die Zinsen nicht mehr zahlen können, werden diese dann vom deutschen Steuerzahler gezahlt!

    Dank "Rettungspakete, Eurobons,..." oder wie auch immer das Kind genannt wird.

    Staaten verschulden sich zu 97% bei Banken!

    In den privaten Konzernmedien die auch den Banken gehören werden sie nur "private Gläubiger" genannt.

    Wer die Grundursache unserer Probleme verstehen will sollte unser Schuldgeldsystem analysieren.

    Wie entsteht Geld???

    Schaffen private Banken Geld aus dem nichts??

    Hat der Staat den privaten Geschäftsbanken das Monopol der Geldschöpfung erteilt?

    Spielt es eine Rolle was die Welt kosten, wenn private Banken Geld aus dem nichts schöpfen können?

    Gehört die Welt ( Medienkonzerne, Energiekonzerne, Lebensmittelkonzerne, Pharmakonzerne, etc. ) den Banken?

    Wessen Interessen vertreten "unsere" Politiker, während sie das Geldsystem niemals hinterfragen???

    Sind Politiker, Konzern- und Medienbosse nur Marionetten der globalen Hochfinanz ( Banken )???


    AUFWACHEN!!!!!!!!!!!!



    Weitere Infos finden Sie unter:

    www.steuerboykott.org

    www.mmnews.de

  • Leute... der Kapitalismus als solches schafft sich gerade selbst ab! Beispiel: wenn ich im Jahre 0 einen Euro zu sagen wir 3% Zinsen anlege, entsteht im Laufe der Jahre ein Vermögen, dass mehrerer Erden bedarf, um bezahlt zu werden (bei 3% = 65 Quadrillionen, bei 5% = 4 Septillionen). Und jetzt??

    Klar ist, dass das System "Kapitalismus" in der Vergangenheit immer wieder "auf 0,00" gestellt wurde - meist durch Kriege, oder Hyperinflation (siehe z. B. 1914, 1923, 1945 etc.) Will man das System aber ewig so weiterführen, bleibt nur der TOTALE KOLLAPS!!! (siehe USA, wo sich die Schulden seit dem 18Jhd. türmen...).

    Da die Staaten seit einigen Jahrzenten KEINE Tilgungen auf die Staatsschulden vornehmen, erstickt das System unter einer gewaltigen Zinslast (die exponenziell wächst, falls hier jemand was von Mathematik versteht...).

    Klar, dass seit einigen Monaten die Massen nur noch den "Speck" horten (GOLD)...

    In diesem Sinne...

  • Das Wichtigste für unseren Eurokraten und Blutsauger Juncker: Die "Bank" hat ihren Sitz in Luxemburg. Alles andere ist unwichtig.

  • Die Demagogie beginnt immer bei den Begriffen: Ein gradliniger treuer Abgeordneter wird als "Abweichler" genannt. Durch den Dummsatz "Scheitert Euro, scheitert Europa" wird suggeriert, dass Euro noch nicht gescheitert ist und Eurozone Europa ist!?! Und die totale Aufgabe der gescheiterten Währung wird als "Rettungsschirm" verkauft. Die aufkommende Diktatur wird als "Demokratie" verkauft, nach dem Motto: Putin wird als "Lupenreiner Demokrat" bezeichnet. Bei all diesen bewusten Lügen und absichtlichen Führungen hinter das Licht, muß jedem schon nur ein wenig denkendem Mensch klar sein, um was für ein System es sich handelt. Und viele Schafe gehen sogar noch "wählen". Und die ganzen Lügen und Missgriffe werden von den Medien als gangbare Themen und Namen benutzt. Ätzend.

  • Der Bürger hat unseren Politikern nicht das Mandat gegeben, damit diese es an nicht gewählte Institutionen abgeben. Zudem verletzen alle Rettungsaktionen nicht nur geltende Gesetze sondern auch den ökonomischen Verstand. Von Moral und Ethik ganz zu schweigen. Die europäische Finanzwelt ist ausser Kontrolle, sie bestimmt die Politik. Das ist illegal und gehört abgeschafft. Da die Politik unwillig und unfähig ist dem zu begegnen bleibt dem Bürger nur ein Weg. Er muss sein Erspartes dem System entziehen. Wenn die Bürger ihr Geld von den Banken abheben ist es vorbei mit Bailouts durch Steuergelder. Dann ist auch diese Politik für die Interessen der Finanzmafia am Ende.

  • Ist das nicht Ruth Berschens, die hier mitrecherchiert hat? Die Dame, die bis vor kurzer Zeit noch heftig die Trommeln für den Euro in gröbster Goebbelscher Manier geschlagen hat? Wacht da mal jemand auf? Ich glaube nicht. Die Wahrheit - und dies ist keine Übertreibung!! - ist ziemlich einfach und heftig: Durch den Euro steuert Deutschland unweigerlich auf den eigenen Staatsbankrott zu.
    Allen, die kapieren wollen, was die Politiker hier vorhaben mit dieser Banklizenz für den ESFS und dem ESM, dem empfehle ich dringend das Buch von Fergusson zu lesen "Das Ende des Geldes". Es beschreibt die Zeiten der Hyperinflation in Deutschland 1923. Genau darauf steuern wir mit der Eurozone zu - schneller als die Amerikaner mit ihrem Dollar.
    Deutschland steuert auf die größte wirtschaftliche, soziale und politische Katatstrophe seit 1945 hin. Und das Volk schaut zu. Vor allem die Rot-Grün-Wähler werden bald ganz lange Gesichter siehen. Die Wähler von FDP und CDU ziehen sie ja schon augenblicklich!
    Die Entlarvung der Dummheit der Politiker, des größenwahnsinnigen Selbstüberschätzens und der Überheblichkeit wird die Bürger auf die Straße treiben. Dann freilich ist es zu spät.
    Und noch ein Wort an die deutsche Exportindustrie und den Arbeitgebern: So, wie Sie augenblicklich für den Euro trommeln, so verstrickt war die deutsche Industrie auch 1923 in das Sterben der Reichmark aufgrund billiger kurzfristiger Vorteile. Widerlich und extrem dämlich!

  • Der ESM ist rechtswidrig. Er ist in der Höhe unbegrenzt. Er ist nicht kontrollierbar und Deutschland muss jede gewünschte Summe innerhalb von 7 Tagen einzahlen. Es gibt kein Mitspracherecht der Regierungen, die Ausagben müssen nicht gerechtfertigt werden und können auch an NICHT EU-Länder vergeben werden!
    Wollen wir das???

  • Politiker von hoch verschuldeten Staaten, Ländern, Kommunen möchten sich quasi an den eigenen Haaren aus dem Sumpf retten, in den sie sich durch bedenkenlose Kreditaufnahmen über Jahrzehnte hinweg hineingeritten haben. Indem sie neue Schuldpapiere über EFSF und ESM kreieren...

    Es ist wirklich ein Stück aus dem Tollhaus.

  • Warum kommt mir der rollende Vaterlandsvernichter immer wie Joda vor? Mit seiner knorrigen Hand sagt er: Dein Geld mein nun ist, mich überleben ja du wirst, aber glücklich sein du nie mehr wirst!"

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%