Schuldenkrise: Europa fault auch in der Mitte

Schuldenkrise
Europa fault auch in der Mitte

In der Griechenland-Debatte wird gerne übersehen, dass nicht nur die Südstaaten ein Risiko für den Euro darstellen. Das Krisenvirus bedroht auch die vermeintlich stabilen Länder des Währungsraums – vor allem Frankreich.
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BerlinNoch konzentriert sich die mediale Aufmerksamkeit in Sachen Euro-Schuldenkrise abwechselnd auf Spanien, Griechenland, Portugal und Italien, so auch heute, wenn die Euro-Kassenhüter am Abend in Brüssel zusammenkommen, um über den griechischen Schuldenrückkauf zu beraten. Die Kernländer des Euro-Raums werden kaum in den Blick genommen. Das könnte sich als gefährlicher Irrtum erweisen. Denn auch dort ist nicht alles Gold, was glänzt. Frankreich beispielsweise wird – ähnlich wie Deutschland – von vielen Investoren als wichtiger Euro-Stabilitätsanker wahrgenommen. Doch über Europas zweitgrößter Volkswirtschaft brauen sich längst dunkle Gewitterwolken zusammen.

Moody's hatte Frankreich kürzlich von „Aaa“ auf „Aa1“ abgestuft. Das hatte die Ratingagentur damit begründet, dass sich Frankreichs langfristige wirtschaftliche Wachstumsaussichten eingetrübt hätten. Das Land habe an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt, hatte Moody's geurteilt. Für die Euro-Rettung kommt das Moody's-Urteil zur Unzeit.

Denn infolge der Abstufung Frankreichs senkte die Agentur auch die Bonitätsnoten der Rettungsschirme ESM und EFSF von „Aaa“ um eine Stufe auf „Aa1“. Damit muss Europa im Kampf gegen die Schuldenkrise nach den jüngsten Fortschritten bei der Rettung Griechenlands wieder einen herben Rückschlag wegstecken. Ein schlechteres Rating kann die Aufnahme von frischem Geld am Kapitalmarkt verteuern und erschweren. Frankreich ist nach Deutschland die wichtigste Stütze des ESM.

Erschwerend kommt hinzu, dass andere, vermeintlich stabile Staaten der Euro-Zone wie Finnland und Belgien ebenfalls schwächeln, wie aus einer Studie der Commerzbank hervorgeht. Das nüchterne Ergebnis lautet: Es geht ein Riss durch den Kern der Euro-Zone, die Kernländern sind nicht so kernig wie viele denken mögen.

Kommentare zu " Schuldenkrise: Europa fault auch in der Mitte "

Alle Kommentare
  • Autoriser les pays déficitaires de l'Union Monétaire a introduire une TVA différentielle, élevé pour les produits importés (25%) et réduite pour les produits locaux (15%), ceci devrait freiner les importations en provenance de pays comme la Chine, l'Allemagne et autres pays excédentaires et encourager les entreprises à investir dans les pays déficitaires afin de pouvoir continuer à vendre leurs produits avec une TVA à taux réduit.
    Cette TVA différentielle ne serait autorisée que tant qu'il y a déficit de la balances commerciale.
    Il n'y a aucune raison pour que la voiture de luxe du directeur de banque madrilène soit construite en Allemagne par des Allemands et non pas en Espagne par des Espagnols.
    Grâce à la TVA différentielle et les investissement qui en suivraient le chômage et l'exode des jeunes qu'il cause devraient être rapidement réduits dans les pays en crise actuellement.

  • Nicht wählen ist keine Alternative ,
    dann kommen die Blockparteien wieder an die Macht und machen so weiter wie bisher.
    Besser eine Partei wählen , die gegen den EURO ist ,
    z.B. " FREIE WÄHLER"
    SPD und GRÜNE werden unter Steinbrück EURO-Bonds einführen
    und alle Schulden auf Deutschland übertragen.

  • Nachdem aus meiner Sicht weit und breit keine der zur Wahl stehenden Parteien dem Rettungsunsinn ein Ende bereiten will,ein Vorschlag: Stellt Euch vor: es ist Wahltag (BT)und KEINER geht hin!

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