Schuldenkrise
Griechenland braucht langen Atem

Der Monatsbericht der EZB hat keine guten Nachrichten für die Griechen parat. Nach den Studien wird sich Griechenland noch auf eine sehr lange Zeit der Konsolidierung einstellen müssen.
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BerlinTrotz aller Sparbemühungen wird Griechenland nach Berechnungen der EZB auf absehbare Zeit nicht von seinem enormen Schuldenberg herunterkommen. In einem im aktuellen Monatsbericht der Europäischen Zentralbank (EZB) veröffentlichten Szenario der Notenbank sinkt die Schuldenquote des Landes selbst bei konsequenten Sparbemühungen bis zum Jahr 2020 nur auf 127 Prozent. Damit würde die Schuldenlast gemessen an der Wirtschaftsleistung noch immer mehr als doppelt so hoch liegen wie im Maastricht-Vertrag erlaubt.

Allerdings müsse die Regierung in Athen weiterhin eisern sparen, mahnte die Zentralbank. „Ob diese Verringerung erreicht werden kann, hängt maßgeblich von der Bereitschaft und Fähigkeit der Regierung ab, an der Haushaltskonsolidierung festzuhalten und die Strukturreformen sowie das Privatisierungsprogramm vollständig umzusetzen.“ Es gehe darum, „über den Horizont des laufenden Programms hinaus eine ehrgeizige Reformpolitik zu betreiben“.

„Eine längere Phase, in der eine konsequente Haushaltsdisziplin verfolgt und umfangreiche Strukturreformen durchgeführt werden, liegt im Bereich des Möglichen und ist nicht ohne Beispiel in Europa“, heißt es indem EZB Bericht. 2010 hat Griechenland eine Schuldenstandsquote von rund143 Prozent ausgewiesen - die mit Abstand höchste in der Euro-Zone.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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