Schuldenkrise
Griechenland erwägt Wiedereröffnung der Börse

In Athen könnte ab Montag der Aktienhandel wieder aufgenommen werden. Der Börsenbetreiber hat die EZB um ihre Meinung gebeten. Doch schon jetzt ist klar, die Wiedereröffnung des Parketts birgt eine explizite Gefahr.
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AthenGriechenland bereitet nach einer einmonatigen Schließung die Wiedereröffnung der Athener Börse vor. Ein Sprecher des Betreibers sagte am Freitag, ein entsprechender Vorschlag sei an die Europäische Zentralbank geschickt worden, um die Währungshüter nach ihrer Meinung zu befragen.

Die Entscheidung liege beim Finanzministerium in Athen. Nach den Plänen könnten ausländische Investoren ihre Anteile verkaufen und ihr Geld aus dem Euro-Staat abziehen, während dies inländischen Anlegern wegen der Beschränkungen des Kapitalverkehrs verwehrt bliebe.

Sollte die Regierung schnell entscheiden, könnte am Montag in Athen wieder mit Aktien gehandelt werden. Wegen der dramatischen Zuspitzung der Schuldenkrise ist die Börse seit dem 29. Juni geschlossen.

Griechenland ist langsam wieder auf dem Weg zur Normalität, nachdem sich die Regierung mit den internationalen Gläubigern auf eine Brückenfinanzierung einigen konnte. So wurden die Kapitalverkehrskontrollen am Freitag gelockert. Firmen dürfen nun mehr Geld ins Ausland überweisen, um den Import von Rohstoffen zu erleichtern. Zudem stellte die Regierung beim Internationalen Währungsfonds einen förmlichen Antrag auf die Gewährung weiterer Kredite.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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