Schuldenkrise
Griechenland umgarnt Gläubiger mit Zugeständnissen

Die Verhandlungen über weitere Hilfsgelder für Griechenland stocken. Jetzt bemüht sich Athen offenbar mit neuen Zugeständnissen die Gläubiger gnädig zu stimmen. Schuldenerleichterungen soll es aber dennoch geben.

AthenGriechenland will nach Angaben aus Regierungskreisen mit neuen Vorschlägen Bewegung in die stockenden Verhandlungen mit seinen Geldgebern bringen. Dabei gehe es unter anderem darum, dass jetzt schon über notwendige weitere Reformen entschieden werde, diese aber erst umgesetzt werden müssten, wenn das Land sein Haushaltsziel 2018 verfehle, sagte ein Regierungsvertreter am Sonntag. Letztlich werde die Entscheidung der griechischen Regierung aber vom Gesamtpaket abhängen, das auch Schuldenerleichterungen enthalten werde.

Griechenland geht ebenso wie die EU-Kommission, die Europäische Zentralbank und der Euro-Rettungsfonds ESM davon aus, dass das Land 2018 einen primären Haushaltsüberschuss - also ohne Einrechnung von Zinszahlungen - von 3,5 Prozent erreichen kann. Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist indes skeptischer und geht von nur 1,5 Prozent aus.

Derzeit prüfen EU-Kommission, EZB und IWF die bisherigen Reformschritte Athens. Von einem positiven Befund hängt ab, ob das Land weiteres Geld erhält. Zudem ist ein positiver Abschluss Voraussetzung für anschließende Gespräche über Schuldenerleichterungen. Davon wiederum hängt ab, ob sich der IWF an Hilfen beteiligt, worauf vor allem Deutschland drängt. (Reporter: Louise Heavens, geschrieben von Ralf Bode, redigiert von Kerstin Dörr. Bei Rückfragen wenden Sie sich

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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