Schuldenkrise
Griechenland will alternative Geldgeber suchen

Sollte Deutschland im Schuldenstreit mit Griechenland hart bleiben, wolle das Land außerhalb der EU nach Geldgebern suchen, sagt Verteidigungsminister Panos Kammenos. Er bringt die USA, Russland und China ins Spiel.
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AthenIm Schuldenstreit mit den Euro-Partnern bringt der neue griechische Verteidigungsminister Panos Kammenos andere Geldgeber ins Spiel. Ziel sei zwar ein Abkommen mit der EU, aber falls Deutschland hart bleibe, müsse sich sein Land nach Alternativen umsehen, sagte Kammenos am Dienstag.

„Das wären am besten die USA, aber es könnten auch Russland oder China oder andere Länder sein“, betonte Kammenos im griechischen Fernsehen.

Nach seinem Wahlsieg hatte Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras den Chef der Rechtspopulisten zum neuen Verteidigungsminister ernannt. Die nationalistische Kleinpartei Unabhängige Griechen verhilft Tsipras zur Mehrheit.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wir nehmen auch Geld aus Amerika
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    Im Schuldenstreit mit den Euro-Partnern droht der griechische Verteidigungsminister Panos Kammenos mit der Suche nach anderen Geldgebern.

    Er "droht" also! Das ist das Gleiche als wenn ich meiner Bank drohen würde, zu einer Anderen zu wechseln falls sie mir keinen weiteren Kredit gibt.

    Griechenland will sich dann also an die USA, Russland oder China wenden. Diese Länder haben aber kein Geld zu verschenken.
    Was hat Griechenland anzubieten? Gut für Putin ist Tsipras sein Trojanisches Pferd. Aber für die USA und China?
    Aber die Eurokraten zittern vor Angst und blicken wie das Kaninchen auf die Schlange.

  • Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Diese unverschämten Griechen braucht wirklich niemand. Sollen die sich woanders anbiedern. Die werden sehr schnell merken, das Griechenland die EU weitaus mehr braucht, als die EU Griechenland!

  • Der griechische Verteidigungsminister scheint an einem geradezu pathologischen
    Realitätsverlust zu leiden. Im vergangenen Jahr haben sich die von einer vergleichbaren Mentalität geprägten Zyprioten bekanntlich an Russland gewandt, in der Hoffnung, dass Russland dem ebenfalls heruntergewirtschafteten Zypern zu Hilfe kommen werde. Die Griechen sollten sich einmal allen Ernstes fragen, was ihr desaströses Land außer einer korrupten und ineffizienten Administration zu bieten hat. Tourismus und natives Olivenöl allein reichen wohl kaum, um Investoren anzulocken.

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