International

Diskussion: Kommentare zu: Großbritannien geißelt Euro-Krisenmanagement

Karikatur eines Community-Trolls

Liebe Leserinnen und Leser,

kennen Sie Trolle? Das sind Unholde, die nichts Gutes im Schilde führen. Internet-Trolle gibt es auch. Das sind solche, die „Beiträge verfassen und sich darin auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken“, heißt es in den einschlägigen Definitionen. Solche Provokationen würgen eine Diskussion ab. Internet-Trolle sind also Menschen, die wir in unserer Handelsblatt-Online-Community nicht brauchen. Was wir gut finden, sind Kommentatoren. Gerne solche, die auf den Punkt kommen - von uns aus kurz und schmerzhaft.
Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie haben ein Recht zu wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten.

Ihre Handelsblatt-Online-Redaktion
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  • 16.06.2012, 10:09 Uhrinvestival

    Man hatte >2 Jahre, das Doppelte zwischen IKB- und Lehman-Pleite, Zeit sich auf das Absehbare vorzubereiten; Dtld. hat das derweil mit fast 1 Bio Extra abgefedert.

    Da wird man sich nun endlich einfach mal an die eigene reformsture Finanz-Nase fassen müssen, Mr. Osborne!

  • 16.06.2012, 10:14 Uhrkeeper

    „Es ist ziemlich klar, dass die Euro-Zone nicht in der Lage gewesen ist, dieses Problem zu lösen - und es wird schlimmer“

    Ohne die Bankster aus der City hätte Großbritannien ein noch größeres Problem als Spanien.

    ... und wenn -mangels Vertrauen in die Bankprodukte oder aber neuer Regeln- diese Oase der Verbrecher und des Betruges trockengelegt wird, wird Großbritannien ein massives Problem bei der Finanzierung seines Handelsbilanzdefizites bekommen.

    Dann heißt es tatsächlich, "den Gürtel enger zu schnallen" - denn 20 Mrd p.a. entstehen alleine auf der Basis von Nahrungsmittelimporten.

    hier einige Charts und Datenreihen zum Zustand auf der Insel:

    http://www.querschuesse.de/uk-desastroses-handelsbilanzdefizit-bei-waren-und-gutern/

  • 16.06.2012, 10:16 UhrPhilosophos

    Wunderbar, und so total kreativ: "Let the Germans pay!" ist ja wirklich eine tolle Lösung (für alle anderen)! Angesichts der Selbstgerechtigkeit der britischen Regierung, die selber mit der eigenen Wirtschaft nicht mehr weiter weiß, rücksichtslos die Interessen der Londoner City vertritt und dafür selbst EU-Projekte, die sie gar nicht betreffen (wie den Stabilitätspakt) torpediert, kann man nur noch sarkastisch werden ...

    • 16.06.2012, 16:42 Uhrmargrit117888

      Philosophos
      Ja, Let the german pay. Das it offensihtlich die Devise.
      zum vergleich mal etwas aus Churchills Erinnerungen:
      “Wenn Deutschland wirtschaftlich zu stark wird, muß es zerschlagen werden. Deutschland muß wieder besiegt werden und diesmal endgültig.”
      1934 zu Heinrich Brüning.
      “Was wir wollen, ist eine restlose Vernichtung der deutschen Wirtschaft.”
      1938

  • 16.06.2012, 10:34 Uhrmondahu

    Engländer wetten gerne und oft auf alles mögliche. Wie wäre es eine Wette zu öffnen, in welcher Reihenfolge die europäischen Nationen ihren Bankrott erklären werden? Natürlich Großbritannien inklusive, denn es wäre bei weitem nicht der letzte Kandidat, schon eher im guten Mittelfeld. Je nach den aktuellen Wettquoten könnte man ja täglich die Buchstabenfolge P-I-F-I-G-S-UK variieren, um nicht den Überblick zu verlieren.

  • 16.06.2012, 10:47 Uhrmatze

    meine vorhersage - nach nun einem über dreijährigen studium der finanzwirtschaft - kontinentaleuropa bis zum fernen asien werden wie der phönix aus der asche aufsteigen, nicht uk und leider nicht usa. das usa-uk imperium bricht zusammen, da es seinen verantwortungslosen finanzakteuren keinen einhalt geboten hat und diesen finanzakteuren erlaubt hat seine nur noch in kontinentaleuropa vorhandenen realwirtschaftlichen grundlagen anzugreiffen. das usa-uk imperium hat mit den angriffen aus der city heraus die "selbstmordphase" eingeleitet.

    • 16.06.2012, 14:28 UhrMarco99

      Die angelsächische, jüdisch geprägte Finanzindustrie ist eine Schmarotzerindustrie, einzig darauf ausgelegt, von anderen, reale geschaffene Werte auszubeuten. Es ist ein verbrecherisches ohne einschränkende Regeln geschaffenes Schmarotzer-System (siehe private FED i.d. USA mit 6% Einlagenverzinsung) von dem inzwischen jeder weiß, dass es niemals Nachhaltig sein kann. Das realwirtschaftlich geprägte Kontinentaleuropa und auch der gleichsam realwirtschaftlich geprägte Rest des eurasischen Kontinents müssen sich endlich auf durchgreifende Regulierung einigen und das angelsächsische System als das behandeln, was es ist - die größte aktuell bestehende Gefahr für die Sicherheit.

  • 16.06.2012, 10:49 UhrWFriedrich

    Zitat: "Großbritannien ist die größte Volkswirtschaft in Europa außerhalb der Euro-Zone".

    Sie ist zugleich die schieflastigste Monokultur Europas - geprägt durch ihre Finanzindustrie und vernachlässigte Realwirtschaft. Sollte Griechenland den befürchteten Crash auslöen, so wäre die britische Monokultur weit stärker betroffen, als die realwirtschaftlich orientierten Länder, zu denen auch Spanien und Italien zählen. Ich habe die ablehnende Haltung Camerons stets bedauert und ein konstruktives, gestaltendes "Dabeisein" gewünscht. Nun könnte sich die vertane Chance bitter rächen. Möglicherweise wird die noch verbliebene britische (Finanz-)Industrie nun mit voller Wucht getroffen werden.

  • 16.06.2012, 10:52 UhrPiet

    Selbst Brüderle hat sich zu den angelsächsischen relativ unverblümt im Bundestag geäußert. Die Rede lohnt sich anzuschauen, besonders ab 5:40 min.
    Permalink:
    http://dbtg.tv/fvid/1748738

    • 16.06.2012, 14:43 Uhresm

      Die Grünen mit Trittin verhalten sich wie Kindergarten. Man merkt einfach das bei den meisten Abegordneten kein rationales Denken in Systemen basierend auf wissenschaftlicher Erkenntnis vorhanden ist. Brüderle hat auf einfache Weise viele Dinge auf den Punkt gebracht. Genau wie Physiker :) Unsere Demokratie ist halt noch sehr ineffizient. Aber weiterso Brüderle, vom Politik-Verdreher zum Politik-Manager.

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