Schuldenkrise in Spanien
Spaniens Staatsschulden steigen auf Rekordwert

Trauriger Rekord für Spanien: Die Iberer müssen ein neues Allzeithoch der Staatsschulden verkünden, 98,1 Prozent des BIP entsprechen die Verbindlichkeiten mittlerweile. Mit einer Besserung ist vorerst nicht zu rechnen.
  • 0

MadridDie Staatsschulden sind in Spanien trotz der Sparpolitik der Regierung im vergangenen Jahr auf ein Rekordvolumen von 1,03 Billionen Euro gestiegen. Wie die Madrider Zentralbank am Dienstag mitteilte, bedeutete dies im Vergleich zum Ende des Jahres 2013 eine Steigerung um 7,0 Prozent.

Die Schulden des Staates entsprechen damit etwa 98,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), 0,5 Prozentpunkte mehr als von der Regierung erwartet worden war. Der Wert ist der höchste in der jüngeren Geschichte des Landes. Der genaue Prozentsatz steht allerdings noch nicht fest, da das Statistik-Institut (INE) die Höhe des BIP für 2014 noch nicht endgültig ermittelt hat.

Die konservative Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy geht davon aus, dass die Staatsverschuldung trotz der Erholung der Wirtschaft in diesem Jahr die Marke von 100 Prozent des BIP überschreiten und 2016 auf 101,5 Prozent steigen wird. Erst für 2017 erwartet Madrid wieder einen Rückgang. Der Schuldenberg des spanischen Staates hatte sich seit Beginn der Wirtschaftskrise fast verdreifacht. 2007 hatten die Verbindlichkeiten der staatlichen Institutionen sich nur auf 36,3 Prozent des BIP belaufen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Schuldenkrise in Spanien: Spaniens Staatsschulden steigen auf Rekordwert"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%