Schuldenkrise

Papandreou verbreitet Optimismus

In der Not sucht Griechenlands Premier Inspiration bei Obama: „Ja, wir können es“ - die Pleite verhindern, verspricht Papandreou dem BDI - und wirbt um Hilfe. Merkel springt ihm bei, die deutsche Industrie nicht.
Update: 27.09.2011 - 13:35 Uhr 33 Kommentare

"Ich will mein Land retten"

BerlinMit aller Kraft demonstriert der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou seinen Optimismus, die Schuldenkrise doch noch aus eigener Kraft zu bewältigen. „Yes, we can“ („Ja, wir können“), sagte Papandreou am Dienstag Berlin beim Tag der deutschen Industrie und zitierte damit US-Präsident Barack Obama. Griechenland sei für den Euro nicht verloren. Mehr noch - es gebe das Potenzial, die Krise als Chance zu einem wirklichen Wechsel in Europa nutzen. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte ihm bei der gleichen Veranstaltung weitere Unterstützung zu.

Papandreou scheut vor keinen Versprechungen zurück. Griechenland stehe zu seinen Zusagen, um die nächste Milliardenrate von Europäern und Internationalem Währungsfonds zu bekommen. „Ich kann garantieren: Griechenland wird alle Verpflichtungen erfüllen.“ Der Regierungschef übte auch Selbstkritik, aber die richtet sich gegen seine Vorgänger. „Wir sind kein armes Land, wir waren ein schlecht geführtes Land.“ Man sei mitten auf einem „schmerzhaften Weg“.

Dennoch brauche Griechenland Hilfe - am besten von Investoren.Papandreou ruft die deutschen Unternehmen zu einem stärkeren Engagement in seinem Land auf, um es für die Zukunft zu rüsten. Bei der Modernisierung der öffentlichen Verwaltung könne zum Beispiel die deutsche Software-Firma SAP helfen.

Griechenland habe allein 2010 sein Defizit gewaltig reduziert. Zum Vergleich: Deutschland hätte dafür 125 Milliarden Euro sparen müssen, sagte Papandreou. 2011 seien weitere drei Prozentpunkte geplant. 2012 wolle der Staat einen Haushaltsüberschuss ohne Zinszahlungen erreichen. Das sei die größte historische Sanierungsleistung eines Euro-Landes überhaupt. Auch beim Export habe Griechenland in diesem Jahr bereits um 40 Prozent zulegen können, argumentierte der Premier. Das der rigide Sparkurs Griechenland aber gleichzeitig in die Rezession gerissen hat, ließ er aus.

Diese Warnungen lieferte zeitgleich sein Finanzminister in Griechenland: Die Rezession sei offenbar noch tiefer als angenommen, sagte Evangelos Venizelos nach Gesprächen mit einer US-Delegation. Um 2012 den Primärüberschuss tatsächlich zu erreichen seien weitere Anstrengungen notwendig.

Er warnte seine Landsleute - auch die Streikenden - davor zu glauben, die Krise bestehe in der Kürzung von Renten, Gehältern und den sonstigen Sparmaßnahmen der Regierung. „Krise wird sein, wenn wir die Renten und Löhne gar nicht zahlen können“, sagte Venizelos

Papandreou wurde von den Vertretern des Industrieverbandes BDI mit langem Beifall begrüßt. BDI-Chef Hans-Peter Keitel nannte dies ein Zeichen des Dankes und des Respekts für die Anstrengungen Griechenlands, um aus der Schuldenkrise herauszukommen. „Sie stehen nicht allein vor Ihren großen Aufgaben“, sagte Keitel in Richtung des Athener Regierungschefs. Mit deutschen Investitionen können Griechenland jedoch nicht rechnen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel teilte Papandreous Einschätzung. Griechenland sei auf einem guten Weg. Am Abend wollte sei mit Papandreou bei einem privaten Abendessen über die Euro-Rettung beraten.

Merkel: "Vergemeinschaftung der Schulden endet bei CC"
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33 Kommentare zu "Schuldenkrise: Papandreou verspricht: „Yes we can“"

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  • @ Philosoph

    Wann wird denn endlich damit aufgehört, ständig den Euro für die Exporterfolge der deutschen Konzerne verantwortlich zu machen? DAS IST VÖLLIGER BLÖDSINN!

    Mit der D-Mark wären deutsche Unternehmen keinen Deut schlechter gefahren! Die nationalen Währungen im Euroraum hätten sich (relativ, wenn nicht gar völlig stabil!) an der D-Mark orientiert - also völlig berechenbar, auch ohne Absicherungskosten. Und auch die Produkte deutscher Exporteure wären höchstwahrscheinlich überhaupt nicht teurer geworden, da sie viele Vorleistungen und Vorprodukte enthalten, die - eben gerade durch die starke D-Mark - sehr günstig importiert hätten werden können. Für deutsche Grhoßkonzerne mit Auslandsproduktion stellt sich das Problemn ebenfalls nicht. Hier wird im Währungsraum des Abnehmers produziert - völlig risikolos.

    Der Euro sorgt auf allen Ebenen dafür, daß wir Deutschen auf Wohlstand verzichten. Fakt!

  • "Yes we can "
    "... wir waren ein schlecht geführtes Land.“"
    Die Sippen der Karamanlis und der Papandreou regieren das Land seit Jahrzehnten, gestalten die Politik vor und hinter den Kulissen. Sie haben das Land geführt - und zwar zu grenzenloser Korruption und Vetternwirtschaft - und führen es immer noch. Wer glaubt denn ernsthaft, dass diese Leute zu wirklichen Reformen fähig sind?

    Die Griechen und die griechischen Unternehmer glauben es jedenfalls nicht, sie schaffen ihr Geld ins Ausland.

    Herr Papandreou:
    Welche der angekündigten Reformen der letzten 18 Monate wurden denn tatsächlich umgesetzt und bringen Geld in die Kasse? Laut EU Bericht waren es allzuviele nicht ...

    Was machen die Privatisierungen, was wurde gegen die
    staatsbedrohende Machtfülle der Gewerkschaften getan?

    Wieviele große notorische Steuerhinterzieher wurden zwangavollstreckt und inhaftiert?

    Hat ihr Parlament inzwischen endlich das seit Jahren anhängige Gesetz gegen Steuerhinterziehung verabschiedet oder hat man im Sommer lieber wieder Urlaub gemacht?

    Wieviele unfähige und korrupte Manager von Staatsbetrieben wurden durch fähige Leute ersetzt?

    Wie konnten sie sich (bei den im Durchschnitt niedrigen Einkommen ) bisher einen Steuerfreibetrag von 12000 Euro leisten, der erst jetzt zunächst auf 8000 Euro (deutsches Niveau) abgesenkt wurde?

    Warum streiken derzeit ihre Steuerbeamten ohne Konsequenzen fürchten zu müssen? Beamte die ohnehin nur Schmiergeld kassieren und dem Staat nichts bringen kann man auch entlassen.

    Hier breche ich mal ab .. die Liste der Fragen füllt ein Buch. Die Zeit der Ankündigungen und Versprechungen ist vorbei.
    Das sollten die Griechen wissen. Jenseits des Bosporus macht sich ein fleißiges Volk energisch auf den Weg nach oben. Weitgehend aus eigener Kraft, nur wenig EU-Sponosoring. Das könnten sich die Griechen mal zum Vorbild nehmen. Bevor sie vom Nachbarn geschluckt und saniert werden müssen. Die Geduld Europas ist zuende.

  • Und was die Herrschaft des Antichristen, genannt Satan und Herr der Lüge, welcher die wahre Herrschaft über die bestehenden Systeme (Banken, Medien, Regierungen) zur Umsetzung seines Planes der Weltregierung inne hat -schon Jesus hat er damals in der Wüste versucht zu einem Akt der Anbetung zu verführen und ihm dafür alle Königreiche der Welt angeboten - betrifft: er hat Jesus die Ferse zermalmt und Jesus wird ihm den Kopf zermalmen.

    Rettung gibt es nur durch Jesus Christus.

    Lesen Sie hierzu auch die Internetseite

    http://sieleben.wordpress.com

  • Oh, ein bibelkudiger Mensch, das freut mich.

    Wann hat sich diese Zeitepoche genaht? Aus dem Matthäus-Evangelium im Kpitel 24 gibt uns Jesus ein kombiniertes Zeichen seiner Wiederkunft und damit der Rettun aller, die sich ihm anvertrauen am Ende der Tage, des Systems -beachte: wenn wir diese Dinge geschehen sehen:

    3 Als er auf dem Ölberg saß, traten die Jünger allein zu ihm und sprachen: „Sag uns: Wann werden diese Dinge geschehen, und was wird das Zeichen deiner Gegenwart und des Abschlusses des Systems der Dinge sein?“

    4 Und Jesus gab ihnen zur Antwort: „Seht zu, daß euch niemand irreführe; 5 denn viele werden aufgrund meines Namens kommen und sagen: ‚Ich bin der Christus‘ und werden viele irreführen. 6 Ihr werdet von Kriegen und Kriegsberichten hören; seht zu, daß ihr nicht erschreckt. Denn diese Dinge müssen geschehen, aber es ist noch nicht das Ende.

    7 Denn Nation wird sich gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich, und es wird Lebensmittelknappheit und Erdbeben an einem Ort nach dem anderen geben. 8 Alle diese Dinge sind ein Anfang der Bedrängniswehen.

    ...

    11 Und viele falsche Propheten werden aufstehen und viele irreführen; 12 und wegen der zunehmenden Gesetzlosigkeit wird die Liebe der meisten erkalten. 13 Wer aber bis zum Ende ausgeharrt haben wird, der wird gerettet werden. 14 Und diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen.

    15 Wenn ihr daher das abscheuliche Ding, das Verwüstung verursacht, von dem Daniel, der Prophet, geredet hat, an heiliger Stätte stehen seht (der Leser wende Unterscheidungsvermögen an), 16 dann sollen die, die in Judạ̈a sind, in die Berge zu fliehen beginnen.

    ...

    22 Tatsächlich, wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden.

  • @Exportsubventionierer:

    Sie haben völlig Recht! Wenn man (so wie ich, und Sie wohl auch...) eben nicht bei VW, BMW, Siemens, BASF... arbeitet, dann ist man EURO-Verlierer, weil AUSSCHLIESSLICH die global aggierenden Konzerne vom Euro profitieren. VW hat 20 Mrd.(!!!) Cash auf der Bilanz. Die Deutsche Bank plant einen Jahresgewinn von 10 Mrd.(!!!) vor Steuer, RWE hat im Jahr 2009 fast 6 Mrd. (!!!) Gewinn gemacht... (die Liste lässt sich beliebig fortsetzen). NUR DIE KONZERNE PROFITIEREN VOM EURO, weil sie ihre Produkte ohne Währungsschwankungen in den zweitgrößten Binnenmarkt der Welt (ca. 327 Mio. KAUFKRÄFTIGE Kunden) verkaufen können. Dazu die Banken, die euroweit Gelder einsammeln und dadurch von äußerst niedrigen Zinsen profitieren, bzw. zeitgleich euroweit anlegen können und so Währungsrisiken meiden. Der dt. Einzelhandel, das Handwerk... also die Branchen, die eben nicht euro(pa)weit aggieren, sind die Verlierer des EURO - und mit ihnen, die Angestellten/Arbeiter in diesen Branchen.

  • Stimmt, also das was in der Bibel offen gelegt wird, spiegelt den Plan wieder, den satanische Kräfte mit der Menschheit gerade beabsichtigen. Schade nur für die Menschheit, dass ca. 1-2 Mrd. Menschen auf der Seite der dunklen Seiten der Macht stehen (also die Christen).

    Aber wie es aussieht, ist auch dieser Kampf noch nicht endgültig entschieden. Evtl. gibt es ja doch noch Hoffnung, dass die Christen und die, die hinter ihnen stehen mit ihrer Absicht der totalen Versklavung der Menschheit durchkommen.

  • Das ist richtig, denn der Prophet Daniel sagte schon anhand des Standbildes den Untergang der einzelnen Weltmächte voraus - wir befinden uns im Standbild bei den Füßen (Daniel Kapitel 2, Verse 31-44 und hier die Verse 41-44):


    41 Und daß du die Füße und die Zehen teils aus geformtem Töpferton und teils aus Eisen bestehend sahst: Das Königreich selbst wird sich als geteilt erweisen, aber etwas von der Härte des Eisens wird offenbar in ihm sein, da du ja das Eisen mit feuchtem Ton vermischt erblickt hast. 42 Und was die Fußzehen betrifft, die teils aus Eisen und teils aus geformtem Ton waren: Das Königreich wird sich teils als stark erweisen und wird sich teils als zerbrechlich erweisen. 43 Daß du Eisen mit feuchtem Ton vermischt erblickt hast: Sie werden schließlich mit der Nachkommenschaft der Menschen vermischt sein; aber sie werden sicherlich nicht aneinanderhaften, dieses an jenem, so wie sich Eisen nicht mit geformtem Ton vermischt.

    44 Und in den Tagen dieser Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das nie zugrunde gerichtet werden wird. Und das Königreich selbst wird an kein anderes Volk übergehen. Es wird alle diese Königreiche zermalmen und [ihnen] ein Ende bereiten, und selbst wird es für unabsehbare Zeiten bestehen; 45 wie du ja sahst, daß aus dem Berg ein Stein gehauen wurde, nicht mit Händen, und [daß] er das Eisen, das Kupfer, den geformten Ton, das Silber und das Gold zermalmte. Der große Gott selbst hat dem König bekanntgegeben, was nach diesem geschehen soll. Und der Traum ist zuverlässig, und seine Deutung ist vertrauenswürdig.“

    Weiteres zum Untergang des Systems steht in der Offenbarung (=Apokalypse = = Entschleierung oder auch das Bekanntmachen von Etwas bisher Unbekanntem).

  • Liebe Foristen, macht doch hier keine Sandkastenstrategien! Bereitet Euch lieber auf den deutschen Staatsbankrott vor, bevor es zu spät ist. Merkel, Schäuble und wie sie alle heißen sind nur Marionetten von Goldman Sucks - es wird ihnen suggeriert, sie könnten Entscheidungen treffen. Aber: Goldman Sucks hat längst beschlossen, dass die Eurozone krepieren soll - darin vor allem Deutschland! Denn wo auf der Welt könnte man so einfach, so billig, solch extreme Reichtümer einheimsen als hier? Die Deutschen beklatschen weiterhin Trittin und Röttgen in einer Talkshow, lassen sich von Merkel bei Jauch den Verstand verkleistern und sitzen ruhig da mit grummelndem Bauchgefühl, an das die Staatspropaganda nicht ran kommt! Verlasst Euch darauf! Es ist keine Zeit mehr für "politische Projekte"; es ist keine Zeit mehr für Strategien; es ist keine Zeit mehr für dumme Durchhalteparolen! Die Würfel sind längst gefallen!

  • Griechenland kämpf hart um das Geld zu kriegen. Das können sie ja sowieso nie zurückzahlen - womit denn?
    Über die vergangenen Dekaden haben sie das Staatsvermögen zu den Privaten verschoben und sich einen 1A Sozialstaat aufgebaut. Und jetzt sollens die Deutschen zahlen. Schlau, die Griechen!

  • Papandreou verspricht: Yes, we can zurücktreten!

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