Schuldenkrise: Portugal will kein weiteres Hilfsgeld

Schuldenkrise
Portugal will kein weiteres Hilfsgeld

Portugal hat Analysen, die von einem weiteren Bedarf an Hilfsgeldern ausgehen, zurückgewiesen. Finanzminister Gaspar hat in Washington zugesagt, alle Verpflichtungen zur Rettung des Landes zu erfüllen.
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WashingtonPortugal hat Einschätzungen widersprochen, das Land werde bei seinen europäischen Partnern und dem IWF schon bald nach weiteren Hilfsgeldern fragen. „Wir werden nicht um mehr Zeit bitten und wir werden auch nicht um mehr Geld bitten“, sagte der portugiesische Finanzminister Vitor Gaspar am Montag. „Wir werden unsere Verpflichtungen erfüllen, weil dies der einzige Weg ist, um Glaubwürdigkeit und Vertrauen zurückzugewinnen.“

Der weltgrößte Anleihe-Händler Pimco hatte am Wochenende gemutmaßt, Portugal werde bis Ende 2012 als nächstes Land der Euro-Zone ins Straucheln geraten. „Das erste Rettungspaket wird sich als unzureichend herausstellen“, hatte Pimco-Chef Mohamed El-Erian dem „Spiegel“ gesagt. Portugal werde seine europäischen Nachbarn und den Internationalen Währungsfonds (IWF) erneut um Geld bitten.

Pimco verwaltet Vermögen im Wert von 1,36 Billionen Dollar und ist eine weitgehend autonome Tochter des Münchener Allianz -Konzern. Schätzungen zufolge dürfte die Wirtschaftsleistung Portugals in diesem Jahr um 3,3 Prozent zurückgehen. Die Regierung setzt derzeit ein Sparprogramm um, das Teil eines mit EU und IWF vereinbarten Hilfspakets in Höhe von 78 Milliarden Euro ist.

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  • Typisch keine Ahnung und trotzdem ein Kommentar schreiben.
    Sein Vorgänger hatte schon viele Massnahmen eingeleitet mit Unterstützung der Opposition. Bei dem letzten Sparpaket verweigerte die jetzige Regierungspartei aus machtgier die Unterstützung. Als sie dann an der Macht war musste sie genau die massnahmen ergreifen, wo sie vorher dagegen waren und dann auch noch EU und IWF um Geld bitten.

  • die Portugiesen sind schlau , sie nehmen den ZAster von der EU und von China und von den BRICS - und im nachhinein werden sie sich an all das schlichtweg nicht erinnern können. Die Preise für Exportware steigen aktuell utopisch, Korruption, Erpressung und Schaden zu Lasten der Kunden die dann über das marode Rechtssystem in Portugal ihre Rechte kaum einklagen , sind an der Tagesordnung.
    Nicht besser ergeht es dem ärmeren Teil der Bevölkerung. In diesem LAnd herrscht weder korrektes Geschäftsgebahren noch Recht und Ordnung , ein 2. Griechenland steht bevor.

  • Das hatte sein Vorgänger auch gesagt. Kurz danach "schlüpfte" Portugal unter einen ominösen Rettungsschirm.

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