Schuldenkrise

Schluss mit der Krisen-Hysterie!

Der Euro am Ende? Die Wirtschaft vor dem Kollaps? Alles kalter Kaffee, sagt der Chef des Euro-Rettungsschirms (EFSF), Klaus Regling, und verordnet den Deutschen eine Portion Optimismus.
28 Kommentare
Der Euro am Ende? Die Wirtschaft vor dem Kollaps? Alles kalter Kaffee, sagt der Chef des Euro-Rettungsschirms (EFSF), Klaus Regling, und verordnet den Deutschen eine Portion Optimismus. Quelle: dpa

Der Euro am Ende? Die Wirtschaft vor dem Kollaps? Alles kalter Kaffee, sagt der Chef des Euro-Rettungsschirms (EFSF), Klaus Regling, und verordnet den Deutschen eine Portion Optimismus.

(Foto: dpa)

HamburgDer Chef des europäischen Rettungsschirms EFSF, Klaus Regling, ist optimistisch, dass den Euro-Ländern eine baldige Lösung der Schuldenkrise gelingt. „Es besteht die berechtigte Hoffnung, dass die Krise in zwei bis drei Jahren vorbei ist“, sagte er dem „Spiegel“. Voraussetzung dafür sei, dass die Länder ihren Spar- und Reformkurs fortsetzten.

Die Währungsunion werde nicht auseinanderbrechen, weil starke und schwache Länder ein gemeinsames Interesse an ihrem Fortbestand hätten. „Das Risiko, dass der Euro aufgegeben wird, von wem auch immer, ist gleich null“, sagte Regling laut Vorabmeldung vom Sonntag. Heftig ging er mit seinen Landsleuten ins Gericht: „In Deutschland herrscht zum Teil Hysterie.“ Die Deutschen glaubten, dass alles immer nur schlimmer kommen könne. „Das stimmt aber nicht, die Zeichen stehen auf Besserung.“

Der Präsident des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI), Hans-Peter Keitel, forderte Opfer für die Rettung des Euro. „Wir brauchen eine stabile Gemeinschaft“, sagte Keitel der „Frankfurter Rundschau“. Dafür sei der Euro unverzichtbar, auch wenn dessen Rettung schmerze. Der Rettungsschirm verschaffe die Zeit, um die Eurozone zu stabilisieren. Niemand habe diese Notmaßnahmen gewollt, „sie sind aber nötig“. Keitel forderte die Politik auf, deutlich zu machen, wie „wir die Probleme langfristig in den Griff“ bekommen.

Unterdessen formiert sich in der Koalition immer größerer Widerstand gegen eine Ausweitung des europäischen Rettungsfonds. Eine Zustimmung des Bundestags damit unsicher. Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach, hält an seinem Nein zur Erweiterung des Euro-Rettungsschirms fest. „Ich weiß, dass es problematisch ist, wenn die Regierung in diesem Punkt keine eigene Mehrheit hat, aber deshalb kann ich doch nicht gegen meine Überzeugung abstimmen“, sagte Bosbach dem Magazin „Focus“ mit Blick auf die für Ende September geplante Abstimmung im Bundestag.

Unionsfraktionschef Kauder tritt Befürchtungen entgegen
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Schuldenkrise - Schluss mit der Krisen-Hysterie!

28 Kommentare zu "Schuldenkrise : Schluss mit der Krisen-Hysterie!"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • à propos Hysterie:

    Sonntag, 28. August 2011

    Hysterische Heil-Suche von Konrad Kustos

    Prognosen gehen gerne in die Hosen. Das wissen wir nicht erst, seit der britische Premierminister 1934 ausrief: "Glauben sie mir, Deutschland ist unfähig, einen Krieg zu führen" oder seit Albert Einstein ausführte: "Es gibt nicht den geringsten Hinweis, dass Atomenergie jemals nutzbar sein wird". Schon viel aktueller, nämlich im Juni 1989, glaubte dann der spätere Bundeskanzler Gerhard Schröder sagen zu müssen: "Nach vierzig Jahren Bundesrepublik sollte man eine neue Generation in Deutschland nicht über die Chancen einer Wiedervereinigung belügen. Es gibt sie nicht." Und weniger fahrlässig, aber genauso doof lautete das Urteil der Plattenfirma Decca über die Beatles von 1962. "Uns gefällt Ihr Sound nicht. Gitarrengruppen sind von gestern." ... weiterlesen im Blog unter chaosmitsystem.blogspot.com

  • Ich denke der Euro wurde erschaffen um den Leuten dass gesparte Geld auf der Bank zu halbieren. In München kostet ein Milchkaffee 3,50 Euro, also min. 6 DM. Wer verdammt nochmal hätte 6 DM für einen Kaffe bezahlt ?
    DER EURO IST EIN LÜGE UND EINE STRATEGIE

  • Reisende soll man nicht aufhalten. wer gehn will, soll das nur tun.

  • Ich würde gern mal eine Doku sehen über die Menschen die sich für eine eben diese deutsche Einheit eingesetzt haben . Warum ? Der Traum . Die Schwierigkeiten . Der wunsch zu Teilen und größer zu werden .
    ( Wir werden niemals die Bilder vergessen wie die Deutschen vor der Welt standen und gesagt haben " Wir sind ein Volk !) Es ist ein liebeslied an die Menschenrechte .

  • An die Menschen in Europa denkt hier keiner . Versprochen wurde uns ein Land ein Volk .
    Wie kam es zur deutschen Einheit . Aus der Not der DDR heraus , als diese fast Pleite war .
    Der Rettungsschirm ist nicht die Rettung Europas .
    Er ist die Verweigerung eines gemeinsamen Europa .
    Frau Merkel ohne der Deutschen Einheit wären sie jetzt nicht dort wo sie sind .
    Und diese Einheit können Sie Menschen verdanken , die sich dafür stark gemacht haben . Genauso wie für ein Europa .
    Und Eurobonds als ein erster Weg zur gemeinschaft Europa .




  • Hm, Moment mal, Klaus (Klaus Regling, Anm.d.A.)! Wir, die Deutschen, sind nervös und neigen zur Schwarzmalerei? Ach so ist das! Na dann ist ja alles prima. Denn dann besteht ja keine Notwendigkeit mehr, irgendwelche internationalen "Märkte zu beruhigen". Dann war der Börsencrash nur eine Einbildung von uns pessimistischen Deutschen. Allsieht wiedermal Gespenster.
    Wenn das so ist, Klaus, warum ist die Krise dann erst in 2-3 Jahren vorbei und nicht sofort, wo doch alles nur Einbildung ist?

  • Wenn sich CDU-CSU-FDP nicht einigen, werden wir ja wohl bald eine neue Regierung bekommen. Das würde mich schon sehr wundern. Dafür sind Frau Merkel, Herr Schäuble und die Europafans in Industrie und Politik zu stark.
    Und auch die Eurobonds werden kommen. Die Europolitiker werden den Amerikaner das Geld nicht allein überlassen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
    Der Euro muß stark bleiben und stärker werden, damit die Inflation aus UK (z.Zt. offiziell 5 %), USA (4 %), China (6-7 %) etc. nicht nach Europa überschwappt und die Geldvermögen auffrisst.

  • hohles C wie Bosbach: jetzt reden sie vom Gewissen und von Überzeugungen - rechnen lernen sollten die Herren erstmal: Wenn sie Griechenland pleite gehen lassen gehen wollen, dann sollen diese C-Herren doch ihre WEST-LB 8und die Bayern-LB gleich mit beerdigen ....die haben sich doch bisher gerettet mit den guten Geschäften mit Griechenland....- und für diese Kosten dann bitte persönlich oder mit ihrer offiziellen oder Schweizer Parteikasse gerade stehen.

  • Optimismus klingt gut, gefragt ist aber Realismus.Die Divergenzen in der Eurozone haben ein gefährliches Ausmass erreicht; mindestens genauso gefährlich sind mittlerweile die innenpolitischen Spannungen geworden. Die Hoffnung, dass sich die schwere Euroschuldenkrise durch das sture Festhalten an deflationäre wirkenden Anpassungs- und Sparprogrammen lösen lässt, erscheint naiv und widerspricht aller ökonomischen Vernunft.
    Die ESFS Aufstockung und Kompetenzerweiterung muss einstimmig erfolgen. Der slowakische Parlamentspräsident hat jedoch bereits sein klares Nein angekündigt ("Lasst Athen pleitegehen")und dies plausibel begründet. Schon vor diesem Hintergrund sind die Bemühungen um eine Euro-Rettung aussichtslos. Die Politik sollte endlich akzeptieren, dass ein " Weiter So" in den Abgrund führen wird. Aus Steuerzahlersicht bleibt zu hoffen, dass genügend Abgeordnete in Bundestag den Mut finden werden, dem Eurorettungsfonds nicht zuzustimmen.
    Eine verkleinerte Eurozone mit den stabilen Kernländern der früheren DM-Zone wäre der richtige Weg!

  • Jetzt wird´s lustig. Sogar daytrader ist zum Konvertit geworden. Ich glaube die Welt geht unter. Bitte festhalten.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%