Schuldenkrise
Schwellenländer zweifeln am Euro

Die Schuldenkrise hemmt den Aufstieg des Euro zur Reservewährung. Das zumindest befürchtet Mexikos Zentralbankchef Augustin Carstens. Ein multipolares Währungssystem sei im Moment nicht absehbar.
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BerlinMexikos Zentralbankchef Agustin Carstens sieht in der Schuldenkrise eine hohe Hürde bei der Entwicklung des Euro zur internationalen Reservewährung. „Es würde den Aussichten des Euro helfen, wenn die Probleme in Griechenland, Portugal und Irland gelöst wären“, sagte Carstens der „Financial Times Deutschland“ (Montagsausgabe). „Erst wenn sie gelöst sind, kann das Vertrauen in den Euro in der Zukunft steigen.“

Zwar sei die europäische Einheitswährung schon heute wichtig und werde von vielen Zentralbanken gehalten. Aber die mangelnde Nachhaltigkeit bei den öffentlichen Finanzen und die Probleme im Finanzsektor einiger Eurostaaten bremsten die Entwicklung des Euro als Reservewährung. Er glaube nicht daran, dass sich in absehbarer Zeit ein multipolares Währungssystem herausbilden werde, in dem der Euro, der Yen und der chinesische Renminbi eine ähnliche Bedeutung wie der Dollar als Reservewährung erlange. „Ein multipolares Währungssystem könnte sehr langfristig entstehen, aber nicht in den kommenden Jahren“, sagte Carstens.

Die mexikanische Zentralbank hatte in jüngster Zeit 100 Tonnen Gold gekauft und damit am Markt den Eindruck erweckt, sie misstraue dem Dollar als Reservewährung. „Es gibt keinerlei Zusammenhang mit den Zweifeln am Dollar als Reservewährung“, betonte Carstens. „Unser Festhalten an Dollarbeständen wird dadurch in keiner Weise berührt.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Schuldenkrise: Schwellenländer zweifeln am Euro"

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  • den Dollar halten die Mexikaner also gerne.
    Dabei ist diese Währung doch noch weniger wert als Klopapier.
    Der Misteuro befindet sich im selben Boot.
    Solange man noch Edelmetalle für Papierdreck kaufen kann, sollte man die Chance wahrnehmen

  • Guten Tag,.... Gehen Sie mal nach Mexico;... Jeder Mexikaner misstraut dem Dollar und vor allem den Gringos. Angefangen bei Hotels, Casinos, Prostitution, Waffen, Drogen, bis zu Menschenhandel ist alles in Uncle Sam's Hand. Die Situation ist in keinster Weise vergleichbar mit Europa und einem Euro... Wir sprechen alle verschiedene Sprachen, sind alle Nationalisten ( nicht Patrioten wie die Amerikaner ) wir haben nicht einmal eine gemeinsame Politik. Kein Wunder dass sich die Tuerken kaputtlachen ueber uns Idioten die wir uns sogar von den Griechem fick.. lassen.Besten Dank

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