Schuldenkrise
Serbien will sich Milliarden aus Abu Dhabi leihen

Der Internationale Währungsfonds hat die Hilfsgelder für Serbien eingefroren. Inmitten der Diskussionen über ein neues Darlehen, will sich Serbien nun von einem Scheich „zwei bis drei Milliarden“ leihen.
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BelgradSerbien will einen Milliardenkredit bei den Vereinigten Arabischen Emiraten aufnehmen. „Ich habe kürzlich meinen Freund, Scheich Bin Zayed, um zwei bis drei Milliarden Dollar gefragt, zu niedrigsten Zinsen, für 20 bis 30 Jahre“, sagte Vize-Ministerpräsident Aleksandar Vucic am Donnerstag in einer Fernsehübertragung unter Berufung auf ein Gespräch mit dem Kronprinzen Mohammed Bin Zayed. Die Gelder würden verwendet werden, um Schulden zurückzuzahlen. Vucic gab nicht an, ob Bin Zayed der Zahlung zustimmte.

Derzeit befindet sich Serbien auch in Verhandlungen mit dem Internationalen Währungsfonds, um ein neues Darlehen zu erhalten. Wegen gebrochener Ausgabenversprechen hatte der IWF im vergangenen Jahr einen Kredit über eine Milliarde Euro eingefroren. Als Berater in Finanzfragen hat Serbien nach Angaben von Vucic nun den früheren IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn angeheuert.

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben Serbien in diesem Jahr bereits einmal ausgeholfen und dem Land ein Darlehen über 400 Millionen Euro überwiesen, um das Geld in die Landwirtschaft zu investieren. Im vergangenen Monat kaufte die Golf-Fluglinie Etihad eine Beteiligung von 49 Prozent an der serbischen Fluggesellschaft Jat Airways.

Es wird erwartet, dass die serbische Wirtschaft im laufenden Jahr um 2,5 Prozent wächst. Allerdings steigt demnach auch das Defizit auf 4,7 Prozent des Brutto-Inlandsprodukts.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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