Schuldenkrise
Wie Merkel und Sarkozy den Euro retten wollen

Die Schuldenkrise beherrscht die Märkte. Zweifel am Rettungsschirm werden laut. Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Sarkozy arbeiten hinter den Kulissen bereits an einem neuen Konzept für die Euro-Rettung. Beide telefonierten am Abend miteinander. Spannend ist die Frage, ob und wann private Gläubiger zur Kasse gebeten werden.
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HB BERLIN. Die EU-Staaten verhandeln mit Hochdruck über eine dauerhafte Lösung der Euro-Krise. Dies teilte ein Regierungssprecher nach einem Telefonat von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy am Donnerstagabend mit. Beide hätten bekräftigt, dass der Euro-Rettungsschirm bis 2013 unverändert bleibe, betonte der Sprecher.

Deutschland und Frankreich drängen dabei auf eine Einbeziehung der privaten Gläubiger bei künftigen Krisen. Beide Länder arbeiten nach Aussagen eines Regierungssprechers an einem Konzept für einen dauerhaften Euro-Rettungsmechanismus nach 2013.

Merkel und Sarkozy hatten ein Gespräch vereinbart, um sich über die Linien eines künftigen Hilfsmechanismus und aktuelle Probleme in der Euro-Zone zu verständigen. Die Kanzlerin hatte in den vergangenen Tagen nach Angaben aus Regierungskreisen auch mit etlichen anderen EU-Regierungschef gesprochen, darunter den Ministerpräsidenten von Spanien und Griechenland.

Sowohl Merkel als auch Sarkozy hoffen, dass die Gespräche über ein Euro-Hilfspaket für Irland rasch abgeschlossen würden, wie der Sprecher sagte. Beide seien beeindruckt von dem Sanierungsprogramm, das die irische Regierung vorgelegt habe.

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Kommentare zu " Schuldenkrise: Wie Merkel und Sarkozy den Euro retten wollen"

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  • ich verstehe nicht das hier so viele gegen den teilweisen Schuldenverzicht sind.Wer hat den sehenden Auges die irischen Schulden wegen der hohen Rendite gekauft? Das waren vor allem deutsche und englische banken und das in großer Höhe, weil Sie einfach wußten das irland gerettet werden wird und der Steuerzahler zahlt die Zeche.Macht euch nix vor das ganze ist ne bankenrettung und nix anderes.

  • "Forderungsverzicht privater Gläubiger" wie wenig Verstand von Finanzen man hat zeigt allein schon dieser Vorschlag. Oder war es doch Absicht?

    Ja ich denke es ist Absicht.
    Wer seinen Verstand beisammen hat, weiß das der Euro gescheitert ist, ja scheitern mußte.
    Allein die aufgelaufenen Exportüberschüsse von D dürften die bill Euro übersteigen.
    Die stehen bei den banken als Forderungen in den büchern - egal bei welcher und an welches Land.
    Diese Forderungen sind UNEiNbRiNGbAR.
    Die Ungleichgewichte im Euroraum sind zu groß und erst in dieser Form durch den Euro entstanden.
    Man (wer auch immer) braucht den Status - VOR - dem Euro.
    Aussteigen kann auf Grund der Gesichtswahrung kein Land. Also fährt man ihn gegen die Wand.
    Wo liegt das Problem bei einem Scheitern mit gleichzeitigen Währungschnitt ?
    Haben wir 1945 ?
    ist alles zerstört ?
    Das D und die anderen Länder ihre Staatsschulden "wegbekommen" müssen dürfte doch jedem klar sein.
    Der Turbokapitalismus mit seiner UNENDLiCHEN Wachstumstheorie ist einfach gescheitert.
    Das es nicht mehr so weitergehen kann, hat doch als Frage jeder im Hinterkopf, der seinen Kopf nicht nur zum Haareschneiden benutzt.
    UND - neue unverbrauchte Köpfe braucht das Land.

  • "Forderungsverzicht privater Gläubiger" wie wenig Verstand von Finanzen man hat zeigt allein schon dieser Vorschlag. Oder war es doch Absicht? Also die Gläubiger sollen jetzt bestraft werden. Wer will da schon Gläubiger sein? Eine andere Reaktion aus der Finanzwelt war nicht zu erwarten, die Zinsen für diese Länder mussten zwangsläufig steigen. Danke Frau Merkel, auch an Deutschland Danke, dass vergessen wir ihnen nicht.

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