Schuldenlimit: USA bleiben flüssig

Schuldenlimit
USA bleiben flüssig

Barack Obama hat Luft zum Atemholen bekommen. Der Streit mit den Republikanern über eine Anhebung des Schuldenobergrenze ist erst einmal vertagt. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
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WashingtonDie USA bleiben fürs Erste flüssig: Der Senat stimmte am Donnerstag mit breiter Mehrheit einem Gesetz zu, wonach das Schuldenlimit von derzeit 16,4 Billionen Dollar bis zum 19. Mai ausgesetzt wird. Bereits kürzlich hatte das Abgeordnetenhaus einen entsprechenden Antrag verabschiedet. Präsident Barack Obama will das Gesetz in Kürze unterzeichnen.

Damit ist die Zahlungsfähigkeit der Regierung in Washington zunächst gesichert. Das Gesetz erlaubt dem Finanzministerium, sich bis Mitte Mai weiter Geld für die Begleichung von Rechnungen zu leihen, obwohl das selbstgesteckte Kreditlimit ausgeschöpft ist. Die 16,4 Billionen Dollar US-Schulden entsprechen 100 Prozent der jährlichen Wirtschaftskraft.

Sinn der Verlängerung ist es, Zeit zu gewinnen: Regierungslager und Opposition haben so etwas mehr Spielraum für Verhandlungen, um sich auf notwendige Etatkürzungen zum Abbau der Schulden zu einigen. Die Republikaner fordern entschlossene Sparschritte, vor allem im Sozialsektor.

Erst zum Jahresende hatten sich die Parteien eine erbitterte Haushaltsschlacht geliefert. Erst in letzter Minute einigten sie sich am Neujahrstag und konnten so massive Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen („Fiskalklippe“) verhindern.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Schuldenlimit: USA bleiben flüssig"

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  • Immer dieses ganze Polit-Theater! Alles abgesprochen!! Da regieren Millionäre und diese drucken sich soviel Geld wie sie denn wollen!! Die Leidtragenden sind die arbeitenden Menschen, die bereits verblödet sind und ihr Mantra von Freiheit und Gott jeden Tag vor sich her beten!! Na ja...an irgend etwas glauben muß man ja.

    Die USA ist faschistisch!! Wer folter und mordet ist weder Menschfreundlich noch sozial. Die USA ist schizophren, wie der Westen insgesamt.

  • Eine kleine Korrektur. Es gibt einen Unterschied zwischen der 'US national debt subject to limit' und der realen US Staatsverschuldung. Die liegt gegenwärtig nicht bei 16,400,000,000,000 $ sondern bei 16,500,000,000,000 $. Gleicherweise liegt die reale 'Gross Debt to GDP ratio' nicht bei 100 % sondern bei ungefähr 106. Peanuts ? Sicher, der Unterschied beträgt ja nur 100,000,000,000 $ bzw. 6%.

  • achja, nun verstehe ich auch, warum die Börse gut läuft! Es gibt nämlich gar kein Schuldenproblem! Wenn man die Gültigkeit der Gesetze in Einigkeit ausschließt, kann man ja logischerweise auch keine Vertöße wahrnehmen...! Ehrlich gesagt, da geben sich ja sogar die Griechen mehr Mühe mit den schulden, als die USA!

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