Schuldenobergrenze: Fed-Chef warnt US-Kongress vor Staatsbankrott

Schuldenobergrenze
Fed-Chef warnt US-Kongress vor Staatsbankrott

US-Präsident Barack Obama hat am Montag ungewohnt scharfe Töne im Haushaltsstreit angeschlagen. Nun bekam er Schützenhilfe von US-Notenbankchef Ben Bernanke. Auch der Finanzminister warnt vor wirtschaftlichem Schaden.
  • 7

Ann ArborUS-Notenbankchef Ben Bernanke hat die Abgeordneten zur Anhebung der Schuldenobergrenze aufgefordert, um einen Staatsbankrott zu vermeiden. "Es ist sehr sehr wichtig, dass der Kongress die notwendigen Maßnahmen ergreift und die Grenze erhöht, um eine Situation zu vermeiden, bei der unsere Regierung die Rechnung nicht bezahlt", sagte Bernanke am Montag auf einer Veranstaltung der Universität Michigan.

Finanzminister Timothy Geithner stieß ins gleiche Horn. Sollte die Schuldengrenze nicht angehoben werden, dann drohe der US-Wirtschaft ein nicht wieder gutzumachender Schaden. Dies könnte zwischen Mitte Februar und Anfang März passieren.

Zuvor hatte bereits US-Präsident Barack Obama vor einer neuen Wirtschaftskrise als Folge des erbitterten Haushaltsstreits in den Vereinigten Staaten gewarnt. Obamas Demokraten und die Republikaner liegen seit Monaten wegen der Staatsschulden im Streit.

Zum Jahreswechsel konnten sie nur mit einem Minimalkompromiss massive Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen abwenden, die ansonsten automatisch in Kraft getreten wären und ein großes Risiko für die Wirtschaft dargestellt hätten. Allerdings wurden die Sparmaßnahmen nur um zwei Monate verschoben, so dass der Streit darüber nun mit der Debatte über die Schuldengrenze von 16,4 Billionen Dollar wieder an Schärfe gewinnt.

Denn ohne Anhebung stößt die weltgrößte Volkswirtschaft Ende Februar wie schon im Sommer 2011 an ihre gesetzlich vorgeschriebene Schuldengrenze.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Schuldenobergrenze: Fed-Chef warnt US-Kongress vor Staatsbankrott"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • 125 Mrd $ beträgt das monatliche Defizit der USA-Tendenz eher steigend.Das sind 1500 Mrd $ pro Jahr.Die FED druckt das Geld,daß der Staat nicht mehr hat und mit dem Geld geht geht der "gemeine US- Amerikaner" dann munter einkaufen,bei sich zu Hause oder wie in jüngster Zeit verstärkt im Ausland.
    Nach gesundem Menschenverstand müsste dann wenigstens der Dollar fallen,denn was ist eine Währung wert,deren Wert eigentlich nur aus bedrucktem Papier besteht? Denn Golddeckung? Schon lange Fehlanzeige! Aber das tut er nicht-im Gegenteil er steigt und steigt,wieder ein Beispiel dafür,dass die Weltbörsen entweder manipuliert oder fern der Logik arbeiten .

  • Altes Sprichwort: Kugman geht solange zum Brunnen der FED, bis er erbricht. ;-)

  • LOL die sind LÄNGST bankrott aber drucken sich liquide und verkohlen mit ihrem Dollar den gesamten Erdball und alles muss zusehen weil die Weltpolizei sonst Demokratie bringt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%