Schuldensenkung
Griechenland zahlt offenbar weniger Zinsen

Griechischen Regierungskreisen zufolge ist der Deal zur Schuldensenkung greifbar nahe. Für bereits vereinbarte Milliardenhilfen von EU und IWF muss das Land womöglich niedrigere Zinsen zahlen.
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AthenGriechenland wird nach Informationen aus der Regierung in Athen für bereits vereinbarte Milliardenhilfen von EU und IWF womöglich niedrigere Zinsen zahlen. „Es scheint eine Einigung zu geben“, sagte ein Vertreter des griechischen Finanzministeriums am Montag der Nachrichtenagentur Reuters.

Es sei auch eine Übereinkunft erzielt worden, wie mit den griechischen Staatsanleihen im Investment-Bestand der einzelnen nationalen Notenbanken verfahren werden soll. Sie könnten damit in einen Schuldentausch einbezogen werden. Die Europäische Zentralbank (EZB) schließt das für Papiere in ihrem Bestand dagegen aus. Wie mit deren Gewinnen aus dem Kauf griechischer Bonds verfahren werden soll, sei noch offen.

Auch ein stärkerer Forderungsverzicht der privaten Gläubiger des hoch verschuldeten Landes sei noch im Gespräch - vor allem ein teilweiser Verzicht auf Zinsansprüche. „Die Diskussionen darüber gehen weiter“, sagte der Ministeriumsvertreter.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • ich bin dafür, das jeder poltiker, der in zeiten der europäischen union an der macht war, bei einem zerbrechen der eurozone vom mob an den pranger gestellt werden sollte. jeder wusste seit 2008, dass griechenland in der misere steckt und wohl von alleine da nicht rauskommen kann. aber anstatt die griechen gleich vom tropf abzuhängen, damit es vielleicht durch ein wunder geheilt wird, verteilt man die hart erarbeiteten steuergelder einfach von die linke in die rechte tasche der bankster. ohne euro ginge es dem normalbürger richtig gut. es gäbe moderate lohnerhöhungen, man könnte sich mehr leisten und die wirtschaft würde dies im kreislauf halten. aber durch eine unsaubere geldpoltitik, die das finanzsystem schon 2007 an den rand des abgrundes gebracht hatte, wird nun weiterhin so getan als ob man durch kleisterei alles schon irgendwie aussitzen kann. politiker können die probleme nicht lösen, nur hinauszögern, weil sie immer nur an die nächsten wahlen denken und an die lobbygelder. denen ist es egal, wenn die nicht mehr and er macht sind, gehen sie und sitzen auf irgendeinem posten der unternehmen, denen sie ordentliche lobbypoltik versprochen haben. damit muss endlich schluss sein. wir benötigen eine vollkommen andere neue form von demokratie. jeder einzelne sollte mit seiner stimme für gesetze verantwortlich sein. politiker werden nicht mehr benötigt. wir benötigen als neue gesellschaftsform den neohumanismus, der sich für die menschlichkeit einsetzt und dem derzeitigem machtgefüge einen denkzettel verpasst

  • Ich kann jedem nur empfehlen, den das ausfürliche Intervieu
    mit dem Präsidenten des IFo-Instituts Sinn in der FAZ vom
    Samstag zu lesen. Fazit : Deutschland ist längst in der Falle.Die Gelddruckmaschinen laufen auf immer höheren Touren. Die EZB wird von den Pleitestaaten und Frankreich
    dominiert. Ziel : das gesamte deutsche Auslandsvermögen zu
    großen Teilen einzusacken. Deutschland erwirbt Forderungen
    gegen die EZB und das Targetsystem, die niemals beizutreiben sind. Als Sicherungen wird der letzte Müll
    akzeptiert. Nochmal : Wenn der euro zusammenbricht kann
    Deutschland Forderungen von zur Zeit mehr als 600 Milliarden abschreiben, weil die Institutionen, gegen die sich die Forderungen richten, nicht mehr existieren.
    Deshalb sitzt Deutschland in der Falle und die Schuldner
    wissen das genau. Deshalb sind alle Reformen auch nur
    Lippenbekenntnisse. Deshalb besser ein Euro-Austritt
    Deutschlands als später ,wenn das Kind in den Brunnen
    gefallen ist, Politverbrecher wie Waigel und Eichel sagen,
    das war eben politisch gewollt. Was können wir dafür, wenn es nicht geklappt hat.

  • Das Unwort des Jahres 2012: Griechenland
    Ich kann es nicht mehr hören, nicht mehr sehen und will auch nie mehr hin.
    Obwohl, wo gibt es denn noch Länder, die keine Steuern einziehen.
    Jedenfalls ist die Rettung Griechenlands weder 'alternativlos', noch möglich.

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