Schuldentausch
Griechenland hat Streit mit Privatinvestoren

Die Verhandlungen Griechenlands über einen Anleihetausch mit Privatinvestoren stocken. Beim Zinssatz und bei der Frage der Rekapitalisierung der griechischen Banken herrscht Unklarheit.
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AthenIn Griechenlands Verhandlungen mit Privatinvestoren über einen Anleihetausch gibt es nach Angaben der Athener Regierung bei mehreren Themen Streit. Unklarheit herrsche bei Fragen etwa über den Zinssatz für die Anleihen sowie über die Rekapitalisierung der griechischen Banken, sagte Yannis Mourmouras, einer der drei griechischen Vize-Finanzminister, in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der Zeitung „Imerisia“. „Ich hoffe, dass wir bald einen Kompromiss auch über die Streitpunkte finden werden.“

Am Dienstag hatte Finanzminister Evangelos Venizelos noch öffentlich erklärt, die Verhandlungen stünden kurz vor dem Abschluss, zwei Tage später aber Schwierigkeiten eingeräumt. In den Gesprächen geht es im Detail um die Bedingungen des mühsam ausgehandelten Rettungspakets über gut 100 Milliarden Euro. Dabei sind erstmals private Gläubiger mit im Boot (Private Sector Involvement, PSI). Es sieht vor, dass Banken und Versicherer ihre alten Griechen-Bonds gegen neue mit längerer Laufzeit tauschen. Damit geht ein Bewertungsabschlag einher.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Schuldentausch: Griechenland hat Streit mit Privatinvestoren"

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  • Fortsetzung. Das 13. Gehalt wurde soeben ausgezahlt. Kürzung: 10-15%.
    Das 14. Gehalt setzt sich aus 2 Beträgen für Ostern und die Ferien zusammen. Es besteht nach m.K. weiterhin.
    Das Kindergeld wird den Eltern pro Kind bis in alle Ewigkeit bezahlt. Das Kind hat selbst schon Kinder, aber das Kindergeld fließt noch immer an die Eltern. Nur die Ausgaben für die Kinder lassen sich nicht mehr von der Steuer absetzen wie zuvor.
    Die 24% Griechen mit Behindertenausweis wurden noch nicht überprüft. Auf einigen Inseln gibt es gleich mehrere blinde Taxifahrer. Der Ausweis bringt Vorteile finanzieller Art.
    Die Beschäftigten der ELPE (griechische Ölindustrie) kassieren weiter 18 Gehälter pro Jahr. 1x jährlich dürfen sie für 4 Tage umsonst Urlaub in einem 4*Hotel machen.
    Es gibt Zulagen über Zulagen. Die meisten wurden nicht gekürzt.


    Nur die einfachen Arbeiter und Angestellten aus der Privatwirtschaft, deren Tarifverträge und sonstigen Sicherheiten entfallen sind und die die erhöhten Steuern und Preise auch alle bezahlen müssen, sowie die Selbständigen, die den ganzen Spaß finanzieren sollen, diese haben Grund zur Sorge. Sie sind aber in der Minderheit – die meisten Griechen sind verbeamtet.

    Die demonstrierenden Griechen sind also in ihrer Mehrheit gar nicht stark von den Kürzungen betroffen. Sie demonstrieren aus Furcht, nicht aus Armut.
    Griechische Beamte sind mit Sicherheit die am besten verdienenden in Europa. Wenn dort etwas gekürzt wird, bricht noch lange keine Armut aus. Wenn nun das 2. oder 3. Auto und das überdimensionierte Haus nicht mehr abbezahlt werden kann und die Urlaube wegfallen, dann braucht man das Volk nicht gleich zu bedauern.

  • @GHi: das griech. Volk ist in seiner großen Mehrheit nicht arm. Armut ist auch hier wieder sehr relativ zu sehen. Nur sind in GR die Grundvoraussetzungen sozusagen besser. Es wurde über die Jahre ungeheuer viel Schwarzgeld gebunkert. Dieses Schwarzgeld wurde nicht vollständig ausgegeben, sondern befindet sich z.B. noch in Oma’s und Opa’s Tasche. Man meckert auf höherem Niveau.
    Bisher wurde kaum umgesetzt, was versprochen war. So stehen die meisten Kürzungen im Öffentlichen Dienst immer noch nur auf dem Papier. In Deutschland aber wird den Leuten suggeriert, das griechische Volk ächze gequält unter der Last der schlimmen Einsparungen. Vielleicht wissen es die Medien auch selbst nicht besser.
    Fragen Sie einen verbeamteten Griechen nach der Höhe seines Gehalts, dann bekommen Sie nur vom Grundgehalt zu hören – über alles Andere schweigt er lieber. Denn „das Andere“ macht den Kohl erst fett. Es sind die Zulagen. Man bekommt sie – anders als in Deutschland – nicht nur dann, wenn ein bestimmter Sachverhalt tatsächlich vorliegt, sondern praktisch auf Zuruf. Es wird so gut wie nie überprüft, ob die Voraussetzungen für so eine Zulage vorliegen.
    Die größte Zulage ist z.B. die „EKAS“. Sie soll eigentlich derjenige bekommen, dessen Gehalt aus irgendwelchen Gründen nicht ausreicht. Es ist eine Art „automatische Sozialhilfe“. Fazit ist, dass JEDER Beamte sie beantragt hat und auch bekommt. Der Betrag staffelt sich nicht etwa nach Bedürftigkeit, wie man eigentlich annehmen sollte, sondern nach der Höhe des Grundgehalts. Beamte mit niedrigem Grundgehalt erhalten z.B. 100,-€ extra pro Monat. Beamte mit höherem Grundgehalt bekommen ein höheres EKAS, nämlich (z.B.) 800,-€. Diese „Sozialhilfe“ gab es unter anderem Namen sogar für Besserverdienende. Die Beträge waren ungeheuer hoch und die Zahlungen wurden inzwischen stark gekürzt.
    Die EKAS-Zahlungen jedoch wurden bisher nur um 10-15% gekürzt.Fortsetzung.

  • @GHi: das griech. Volk ist in seiner großen Mehrheit nicht arm. Armut ist auch hier wieder sehr relativ zu sehen. Nur sind in GR die Grundvoraussetzungen sozusagen besser. Es wurde über die Jahre ungeheuer viel Schwarzgeld gebunkert. Dieses Schwarzgeld wurde nicht vollständig ausgegeben, sondern befindet sich z.B. noch in Oma’s und Opa’s Tasche. Man meckert auf höherem Niveau.
    Bisher wurde kaum umgesetzt, was versprochen war. So stehen die meisten Kürzungen im Öffentlichen Dienst immer noch nur auf dem Papier. In Deutschland aber wird den Leuten suggeriert, das griechische Volk ächze gequält unter der Last der schlimmen Einsparungen. Vielleicht wissen es die Medien auch selbst nicht besser.
    Fragen Sie einen verbeamteten Griechen nach der Höhe seines Gehalts, dann bekommen Sie nur vom Grundgehalt zu hören – über alles Andere schweigt er lieber. Denn „das Andere“ macht den Kohl erst fett. Es sind die Zulagen. Man bekommt sie – anders als in Deutschland – nicht nur dann, wenn ein bestimmter Sachverhalt tatsächlich vorliegt, sondern praktisch auf Zuruf. Es wird so gut wie nie überprüft, ob die Voraussetzungen für so eine Zulage vorliegen.
    Die größte Zulage ist z.B. die „EKAS“. Sie soll eigentlich derjenige bekommen, dessen Gehalt aus irgendwelchen Gründen nicht ausreicht. Es ist eine Art „automatische Sozialhilfe“. Fazit ist, dass JEDER Beamte sie beantragt hat und auch bekommt. Der Betrag staffelt sich nicht etwa nach Bedürftigkeit, wie man eigentlich annehmen sollte, sondern nach der Höhe des Grundgehalts. Beamte mit niedrigem Grundgehalt erhalten z.B. 100,-€ extra pro Monat. Beamte mit höherem Grundgehalt bekommen ein höheres EKAS, nämlich (z.B.) 800,-€. Diese „Sozialhilfe“ gab es unter anderem Namen sogar für Besserverdienende. Die Beträge waren ungeheuer hoch und die Zahlungen wurden inzwischen stark gekürzt.
    Die EKAS-Zahlungen jedoch wurden bisher nur um 10-15% gekürzt.Fortsetzung.

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