Schulen und Behörden
Beamtenstreik lähmt Frankreich

Ein Beamtenstreik gegen Einsparungen im öffentlichen Dienst hat am Donnerstag viele französische Schulen und Behörden lahmgelegt. Doch dies ist nur der Auftakt der „Streiksaison“.

HB PARIS. Der Arbeitskampf richtet sich gegen den geplanten Abbau von Stellen. In diesem Jahr sollen 23 000 Stellen wegfallen, darunter 11 200 Arbeitsplätze im Schulbereich. 2009 sollen weitere 35 000 Stellen eingespart werden.

Betroffen sind alle öffentlichen Bereiche von den Krankenhäusern über den Zoll bis zu den Finanzbehörden. Für den Nachmittag waren Großdemonstrationen angekündigt.

In den vergangenen Wochen hatten vor allem die Schüler bereits mehrfach mit Großdemonstrationen gegen die Stellenkürzungen protestiert. Präsident Nicolas Sarkozy zeigte sich bisher nicht zum Nachgeben bereit. Die Regierung steht auch wegen der Kritik der EU-Kommission am ausufernden Haushaltsdefizit unter Druck.

Bildungsminister Xavier Darcos begründete den Abbau von Lehrerstellen mit dem Rückgang der Schülerzahlen. Außerdem könnten rechnerisch 23 200 Lehrer mobilisiert werden, die zwar bezahlt würden, aber nicht unterrichteten, erklärt Darcos.

Diese Zahl errechnet sich aus Ausgleichsstunden, die Lehrer für andere Arbeiten wie die Laborpflege oder Sonderbelastungen durch Abiturvorbereitungen berechnet bekommen, und nicht eingeforderten Bereitschaftsstunden.

Der Rechnungshof hatte errechnet, dass man 11 800 Stellen durch den Abbau von Ausgleichsstunden einsparen könne.

Die Verkehrsbetriebe sind bei diesem Streik nicht betroffen: Sie sollen am kommenden Donnerstag bestreikt werden.

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