Schulgebäude ist weiträumig abgeriegelt
Terroristen lehnen Freilassung der Geiseln ab

Die Verhandlungsführer auf Seiten der Behörden haben den Geiselnehmern angeboten, unbehelligt nach Tschetschenien oder Inguschetien fliehen zu dürfen. Das haben die Terroristen abgelehnt. Es sind noch immer 354 Menschen, darunter 132 Schüler, in ihrer Gewalt.

HB MOSKAU. Bei dem seit 24 Stunden andauernden Geiseldrama in einer südrussischen Schule haben die Terroristen die Freilassung der mehr als 350 Kinder, Lehrer und Eltern in ihrer Gewalt verweigert. Das teilte der Polizeichef der Teilrepublik Nordossetien, Kasbek Dsantijew, am Donnerstagmorgen in der Stadt Beslan mit. Nach offiziellen Angaben befinden sich 354 Personen in der Hand der Terroristen, darunter 132 Kinder.

Auch am zweiten Tag der Geiselnahme durften die Opfer nach offiziellen Angaben nicht mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Medikamenten versorgt werden. Über den Zustand der Geiseln, unter ihnen viele Erst- und Zweitklässler, gab es am Morgen keine Angaben. Am Vorabend hatte es geheißen, es gehe allen den Umständen entsprechend gut.

Bei den Terroristen soll es sich nach unbestätigten Berichten um ein Selbstmordkommando mit Verbindung zu den tschetschenischen Rebellen sowie zum internationalen Terrornetzwerk El Kaida handeln. Das ergibt sich aus einem Bericht der Tageszeitung „New York Times“. In einem Telefonat habe einer der Terroristen gesagt, die Gruppe gehöre zum Kommando „Rijadus-Salichin“, wie die Zeitung am Donnerstag in ihrer Internetausgabe berichtet. Die genannte Organisation soll bereits an der Geiselnahme im Moskauer Musicaltheater „Nordost“ vor knapp zwei Jahren beteiligt gewesen sein.

Der russische Einsatzstab lässt bislang nur sehr wenige Informationen über die Identität der Geiselnehmer an die Öffentlichkeit. „Zur Gruppe gehören Osseten, Inguschen, Tschetschenen und Russen“, gab der Kasbek Dsantijew am Donnerstag bekannt. Das Schulgebäude ist weiträumig abgesperrt.

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