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Schutz vor Spekulanten: Euro-Regierungschefs fassen Notbeschluss

Unter dem Druck der Finanzmärkte haben die Regierungschefs der Eurozone eine historische Entscheidung getroffen: Ein finanzieller Hilfsmechanismus für hochverschuldete Euro-Staaten soll geschaffen werden, um die Gemeinschaftswährung ab sofort vor spekulativen Attacken schützen.

Der französische Präsident Nikolas Sarkozy verlässt zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Sitzung des Gipfels. Quelle: ap Quelle: ap
Der französische Präsident Nikolas Sarkozy verlässt zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Sitzung des Gipfels. Quelle: ap Quelle: ap

BRÜSSEL. "Wir müssen zu einem Gemeinschaftsinstrument greifen, um uns gegen die Spekulation zu wehren", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. "Für die Eurozone ist die Stunde der Wahrheit gekommen", sagte Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy. Die Währungsunion befinde sich in einer "systemischen Krise" und deshalb müsse die "Antwort darauf auch systemisch sein".

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Der neue Mechanismus soll quasi über Nacht aus dem Boden gestampft werden. Die EU-Kommission müsse bis Sonntag einen Vorschlag ausarbeiten, erklärten die 16 Euro-Regierungschefs gestern nach ihrem Gipfeltreffen in Brüssel. Die 27 EU-Finanzminister kommen am Sonntag in Brüssel zusammen, um den neuen Mechanismus zu beschließen. Pünktlich zur Öffnung der Finanzmärkte am Montagmorgen müsse das neue Instrument operativ sein, sagte Sarkozy.

Um welches Finanzinstrument es sich genau handelt, wollten die Regierungschefs in der Nacht zum Samstag nicht erläutern. EU-Kommissionschef José Manuel Barroso habe vorgeschlagen, die außerhalb der Euro-Zone genutzte EU-Zahlungsbilanzhilfe künftig auch für Euro-Staaten zu nutzen. Von der Zahlungsbilanzhilfe profitiert haben bislang Ungarn, Lettland und Rumänien.

Der Kreditrahmen der Zahlungsbilanzhilfe beträgt derzeit 50 Mrd. Euro. Die Mittel nimmt die EU-Kommission am Kapitalmarkt auf und leitet sie dann als Kredit an die Empfängerländer weiter. Offenbar muss Barroso seinen Vorschlag allerdings noch nachbessern. Bisher liege kein brauchbares Konzept der EU-Kommission vor, sagte Sarkozy.

  • 11.05.2010, 04:03 UhrAnonymer Benutzer: akeo

    „Staatspräsident Sarkozy… präsentierte sich gestern in Siegerpose. Die von den Euro-Regierungschefs beschlossene Erklärung basiere "zu 95 Prozent" auf französischen Vorstellungen, sagte Sarkozy. Diplomaten sagten, dass Sarkozy und barroso während des Gipfels großen Druck auf Merkel ausgeübt hätten.“

    Leider geht es jetzt nicht mehr allein um die Währung (die sowieso irgendwann fällig gewesen wäre), es geht um die politische Struktur Europas. Und da haben die Anhänger einer politischen Vielfalt verloren, und die einer technokratischen Monokultur gewonnen. Ein schwarzer Tag für Deutschland!

  • 09.05.2010, 14:04 UhrAnonymer Benutzer: 18-formatic

    Wenn es nicht zu Spät ist.
    .
    Die Pappnasen die immer nachträglich Gesetze beschließen.
    Szenario Aktienmärkte kennen keine Gnade. (Gier).
    Auszug aus börseGO.de.
    .
    Frankfurt (boerseGo.de) - Der börsenmakler und bestseller-Autor Dirk Müller hält weitere drastische Kurseinbrüche an den börsen für möglich. "ich fürchte, wir haben erst den Anfang einer langen und dramatischen Abwärtsbewegung gesehen", sagte Müller zur "Welt am Sonntag". Anders als bei Lehman brothers gehe es dieses Mal nicht nur um eine bank, sondern um die Zahlungsunfähigkeit ganzer Staaten. "Es ist theoretisch sogar denkbar, dass der DAX unter die Tiefs aus dem Frühjahr 2009 fällt, damals stand der DAX bei 3600 Punkten." Müller empfiehlt, sich gegen weitere Kursrückgänge gezielt abzusichern. "Wer jetzt Sachwerte kauft, sollte sich damit auskennen, wie er sie über Verkaufsoptionen versichert. Das schmälert den Ertrag, ist aber unerlässlich."
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    Das sind vielleicht Ergebnisse die Entstehen wenn UNSERE PAPPNASEN es Verschlafen.
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    Hinter der derzeitigen Euro-Schwäche sieht Müller einen geplanten Angriff auf die Gemeinschaftswährung. "Aus dem angelsächsischen Raum heraus finden zurzeit konzertierte Angriffe auf den Euro statt, die die investoren verunsichern sollen." Rating-Agenturen und US-banken würden in einem abgestimmten Vorgehen für Unsicherheit sorgen. Müller weist darauf hin, dass der Vorstands-Chef Harold Mac Graw des Mac-Graw-Hill-Konzerns, zu dem auch die Rating-Agentur S&P gehört, berater des früheren Präsidenten George W. bush war. "bei S & P passiert nichts, ohne dass es nicht mit Washington abgestimmt wäre", so Müller.

    Einen Tippfehler als Ursache des starken Kurseinbruchs in den USA am vergangenen Donnerstag sei angesichts der Sicherheitsvorkehrungen auszuschließen. "Jeder Händler hat ein Limit, innerhalb dessen er Geschäfte machen kann, da gibt es auch Sicherheitsabfragen. Ab bestimmten Größenordnungen geht sowieso nichts mehr ohne das Vier-Augen-Prinzip."
    Das habe ich auch Gestern ins Auge gefasst und als eine Ente die auf dünnen Sand schwimmt und nicht weiter kommt zum Ausdruck gebracht.
    Wie lange wollen die UNS als Endverbraucher verarschen?

  • 09.05.2010, 13:36 UhrAnonymer Benutzer: Weltenbummlerin

    Die griechische Geldaristokratie zieht ihr Vermögen zur Zeit gnadenlos aus der EU ab und legt es neu im amerikanischen Raum an. Die EU kann nicht so schnell Geld nach Griechenland pumpen, wie es wieder abgezogen wird. Der Zusammenbruch ist vorprogrammiert und die Hedge-Fonts fördern dies und spekulieren darauf.

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