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Schutzschirm steht: 750 Milliarden sollen den Euro retten

Mit einem gigantischen Schutzschirm sichern die Euro-Länder schwache Bündnispartner gegen den Staatsbankrott ab: Bis zu 750 Milliarden Euro sollen für den Zusammenhalt der Währungsunion bereitgestellt werden, auch der IWF ist wieder mit im Boot. Die EZB bricht dabei ein Tabu und kauft erstmals Staatsanleihen auf. Gleichzeitig müssen die Staaten den Gürtel enger schnallen und schneller sparen.

Quelle: dpa
Quelle: dpa

HB BRÜSSEL. Die EU will mit einem gigantischen Schutzschirm für hochverschuldete Euro-Länder die Währungsunion vor dem Zerfall bewahren. Die Finanzminister der 27 Länder beschlossen nach stundenlangen Krisengesprächen in der Nacht zum Montag in Brüssel einen Kreditrahmen von insgesamt 500 Mrd. Euro. Der Internationale Währungsfonds (IWF) soll mindestens noch 250 Mrd. Euro dazulegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) flankiert die Vorkehrung gegen Schuldenkrisen durch den Aufkauf von Staatsanleihen und Geldmarktoperationen.

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Die beispiellose Krisenabwehr soll nach dem gerade erst abgewendeten Kollaps Griechenlands Spekulationen auf eine Zahlungsunfähigkeit weiterer verschuldeter Euro-Staaten - darunter des Schwergewichts Spanien - stoppen.

Der Euro, der vergangene Woche wegen der Schuldenkrise Griechenlands und der Furcht vor einer Ausweitung auf andere Euro-Länder stark an Wert verloren hatte, erholte sich nach Bekanntgabe des Kreditprogramms deutlich. In Asien wurde die Gemeinschaftswährung mit 1,2930 Dollar gehandelt - mehr als zwei Cent über dem Schlusskurs in New York am Freitag. Auch die Aktienmärkte, die wegen der Krise ebenfalls eingebrochen waren, tendierten wieder freundlich. Finanzmarktanalysten zeigten sich beeindruckt, fragten sich aber, wie die Euro-Länder sich das Kreditprogramm langfristig leisten können.

Die EU verteidige den Euro, was auch immer dazu notwendig sei, betonte EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn. Die Bundesregierung sprang über einen großen Schatten. Sie hatte bei der Griechenland-Rettung lange gezögert, doch Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Freitag beim Euro-Sondergipfel für den Überraschungscoup gewonnen. „Die hohe Summe von 500 Mrd. Euro insgesamt dient dazu, dass ... vielleicht Ruhe in den Karton kommt“, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maiziere, der den erneut erkrankten Finanzminister Wolfgang Schäuble bei den Verhandlungen in Brüssel vertrat. Deutschland hoffe, dass die Kredite nicht in Anspruch genommen werden müssten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den beispiellosen EU-Rettungsschirm für den angeschlagenen Euro als alternativlos bezeichnet. „Wir schützen das Geld der Menschen in Deutschland“, sagte sie am Montag im Kanzleramt in Berlin. Das Paket sei notwendig, um die „Zukunft des Euro zu sichern“. Merkel betonte, der Haushaltskonsolidierung komme in diesem Zusammenhang in allen EU- Ländern eine besondere Bedeutung zu.

Die Kanzlerin lud die Partei- und Fraktionsvorsitzenden für Montagnachmittag (15.00 Uhr) ein, um sie über das Rettungspaket zu informieren. Am Dienstag soll das Kabinett bei einer Sondersitzung die notwendigen Maßnahmen verabschieden. Anschließend soll es Sitzungen der Fraktionen geben.

Merkel betonte, die Maßnahmen müssten nicht innerhalb von zwei bis drei Tagen im Bundestag verabschiedet werden. Das Verfahren müsse „zügig aber gründlich“ sein.

Vizekanzler und Außenminister Guido Westerwelle (FDP) sagte an die Adresse von Spekulanten, alle, die den Euro angriffen, müssten wissen, dass die EU „willens, bereit und in der Lage“ sei, diese Angriffe abzuwehren. „Das ist das Signal, das gebraucht wird.“ Merkel sprach von einer „entschlossenen und geschlossenen Botschaft an diejenigen, die glauben, den Euro schwächen zu können“.

  • 25.10.2011, 07:00 UhrTominvest

    Einfach lächerlich, 750 Milliarden, die reichen bis "Mittag" wir werden von 2-3 Billionen reden. Jeder Politiker der noch "Eier" in der Hose hat, sollte sagen, wie es wirklich um uns steht. Insider und Spekulanten machen sich über die Politiker lustig und köpfen jedesmal eine Flasche Champus! Das deutsche Sparvemögen von fast 2,4 Billionen liegt auf dem Zockertisch!!
    Das geht nicht gut Frau Merkel, also nochmal die Schulbank drücken 1+1=2 !! und Ackermann kommt jetzt öfters zum Schnitzelessen, denn der braucht auch bei 9% EK seiner Bank 240 Milliarden! na dann guten Appetit :-)

  • 10.05.2010, 16:05 UhrAnonymer Benutzer: tore

    Zwischen den Ausgangspositionen der "Zocker" und denen der Staatenlenker besteht ein kleiner, aber feiner Unterschied, der zu all diesen wundersamen Entscheidungen führt: Der "Zocker" wirtschaftet in die eigene Tasche, die Minister verpfänden jedoch eben nicht ihr eigenes Geld. Auf dieser Seite spielt vielmehr der Wunsch nach Machterhalt die entscheidende Rolle. Dieser muss jedoch nicht zwangsläufig darauf hinauslaufen, eine gerechtere Regelung des Kapitalmarktes zu schaffen. So sind diese absurden Diskussionen zu begründen, über die man sich nur noch wundern kann, nicht mit der "Dummheit" der Politiker, wie "Helen" vermutet. Würden die innehaber öffentlicher Ämter direkt vom wirtschaftlichen Erfolg ihrer Handlungen betroffen, wir hätten eine andere Welt...

  • 10.05.2010, 15:24 UhrAnonymer Benutzer: Melanie Gatzke

    Viel Erfolg dabei.
    Das könnte der letzte Rettungstango sein.
    bald ist die Luft raus, der letzte Cent verpfändet.
    Nicht das Schuldgeld rettet die Welt, sondern der Verstand und das rechte Maß rettet die Welt.
    Das Geld regiert zwar die Welt, doch das Geld hat auch immer die Welt ruiniert. So wird es auch heute sein. Dann kommt das große heulen. Wie wäre es mal mit -vorher denken? Man kann nicht retten, was nicht so zu retten ist. Durch immer höhere Verschuldung und Milliarden Garantien wird jedenfalls nichts, aber auch gar nichts gerettet. Das ist keine investition in produktive Realwirtschaft, das ist Verschwendung. Hier werden nur die verprassten Gelder und verzockten Gelder aufgestockt oder ersetzt,mit dem andere schon verschwunden sind. Dieses Narrenstück ist wirklich eine Kunst. Kein Wunder , dass alle weitermachen. Wenn die glauben, sie könnten sich die Zocker dadurch gefügsam machen , in dem sie ständig Geld nachschießen, dann irren sie. Sie füllen doch nur die Spielkassen wieder auf. Was für ein Wahnsinn.
    Wenn die Zocker so dumm wären wie die Politiker, dann wäre Waffengleichheit gegeben. Doch die sind um einige Nasenlängen voraus. Sie wissen, dass den Regierenden jedes Rückgrad und jede Kenntis fehlt, über den Finanzmarkt und wie er fungiert.

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